Nik Nowak – The Mantis

Nik Nowak – The Mantis

Im Rahmen des CTM Festivals zeigte der Künstler und Sonic Warfare-Forscher Nik Nowak erstmals seine neuste Kreation The Mantis. Bei The Mantis – zu Deutsch: Gottesanbeterin – handelt es sich um eine zwei Tonnen schwere monumentale Klangskulptur, die sich in einem biomimetischen, hydraulischen Manöver auf vier Meter Höhe aufrichten kann, um die Umgebung mit bis zu 7500 Watt Leistung zu beschallen und eine Idee vom Klangkrieg zu liefern. Historisch nimmt Nowaks Installation Bezug auf das Studio am Stacheldraht, eine kurz nach dem Mauerbau ins Leben berufene Initiative des West-Berliner Senats. Mittels mobiler Lautsprecheranlagen wurde in politischer Mission der Ostteil der Stadt über die Mauer hinweg mit Informationen, Nachrichten und moralischen Aufrufen beschallt. Das Studio am Stacheldraht konnte als Reaktion auf DDR Lautsprecherpropaganda verstanden werden, die ihrerseits in den Westteil der Stadt übertragen wurde. In den kommenden Jahren entwickelte sich der sogenannte Lautsprecherkrieg, in dem sich Ost und West mit übertrumpfenden Lautsprecheranlagen zudröhnten. Wer mehr über die Arbeit und Inspiration von Nik Nowak erfahren möchte, kann dies in einem ausführlichen Electronic Beats Interview oder in dem aktuellen Kompressor Beitrag bei Deutschlandfunk Kultur.

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Elsa Bleda – Mysterious Realities

Elsa Bleda – Mysterious Realities

Die Bilder der in Südafrika lebenden Fotografin Elsa Bleda schaffen eine eigenwillige Stimmung. Sowohl in der Millionenmetropole Johannesburg als auch in ländlichen Gegenden sind die Motive zumeist menschenleer und werden von einer surrealen, mitunter geisterhaften Atmosphäre umgeben. Wenngleich die meisten Fotografien nach Anbruch der Dunkelheit oder in den frühen Morgenstunden entstehen, geht die gleiche surreale Wirkung von Tageslichtaufnahmen aus, wie dies etwa bei dem direkt in die Kamera blickenden, einsamen Mädchen in der Fensterfassade des „Overlook Hotels“ der Fall ist. Im Rahmen der Nightscapes Serie, die zuletzt in Johannesburg und Kapstadt ausgestellt wurde, dürften bald wohl weitere Nachtaufnahmen folgen.

Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities
Elsa Bleda – Mysterious Realities

(Bilder: Elsa BledaCC BY-NC-ND 4.0)

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Christian Reister – Rauschen

Christian Reister – Rauschen

Seit 2011 hält der Fotograf Christian Reister Berliner Nächte in monochromen Momentaufnahmen fest. Die fortlaufende Serie Berlin|Night offenbart das Eigenleben der Hauptstadt nach Anbruch der Dunkelheit und dokumentiert in körnigen, rauen, nicht selten verschwommenen Bildern die unkonventionelle Atmosphäre des Berliner Nachtlebens. Bereits 2015 veröffentlichte Christian Reister den aus der Serie hervorgegangen Bildband Alle Katzen Grau. Nun erschien mit Berlin Nights ein weiterer Bildband, der Fotografien aus den letzten zehn Jahren umfasst. Einen ersten Einblick in Christian Reisters Berliner Bildwelten gibt der Fotofilm Rauschen, der ebenfalls aus der Serie Berlin|Night resultierte.

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Jesús León – Vida

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

José de Jesús “Chucho” León Hernández treibt sich regelmäßig im Nachtleben von Mexico City herum und hält seine Erlebnisse dabei fotografisch fest. Das Resultat sind wilde, kaputte, erotische sowie pulsierende Momentaufnahme der Kreaturen der Nacht einer mexikanischen Millionenmetropole. Nur dadurch, dass Jesús León selbst seit über 20 Jahren Teil des dokumentierten Milieus ist, konnten die intimen Einblicke in den Exzess festgehalten werden. Der gerade in der Edition Patrick Frey erschiene Bildband Vida ist somit auch seine persönliche Sicht auf die Untergrundszene Mexico Citys. Eine Szene, die geprägt ist von Lust, Grenzüberschreitungen, Schattenseiten, Schonungslosigkeit, Gauner, Stricher, Dämonen, Gewalt, Drogen, Musik und Sex. Diese Phänomene hält Jesús León explizit fest und deren Inszenierung schafft die Ästhetik seiner Fotografien.

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

Jesús León – Vida
Bild: Jesús León, „Vida“, Edition Patrick Frey, 2018

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The Grinders Cease

The Grinders Cease
Mat Collishaw, Albion, 2017, 430 x 540 x 460 cm, Materials: Aluminium, media player, Mirror, Paint, Scaffolding rig, Scretching accessories, Transparent mirror film, Video Projector, Wood

Der englische Künstler Mat Collishaw zeigt im Berliner Sitz der Galerie Blain|Southern aktuell seine Ausstellung The Grinders Cease. Die Installationen, Skulpturen, Fotografien sowie Gemälde setzen sich mit existenziellen Themen wie Tod, Zerstörung und Verfall auseinander und zeigen die Vergänglichkeit weltlicher Vergnügen auf. So zeigt Collishaw in seiner Serie Last Meal on Death Row etwa die letzten Mahlzeiten von Gefängnisinsassen vor ihrer Hinrichtung. Die Installation Albion thematisiert die Major Oak aus dem englischen Sherwood Forest. Die Jahrhunderte alte, sagenumwobene Eiche hat einen hohlen, verrotteten Stamm, dessen riesige Äste bereits seit viktorianischer Zeit durch ein kunstvolles Gerüst gestützt werden und somit nur noch das Trugbild eines lebendigen Objekts darstellen. Ebenso können Collishaws Werke Columbine, Black Mirror Works und Seria Ludo noch bis zum 26. Januar in der Galerie Blain|Southern betrachtet werden.

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Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Die in Moskau geborene und aktuell in München lebende Fotografin Elizaveta Porodina ist in den letzten Jahren neben ihrer Modefotografien für Louis Vuitton, Madame, Vogue und eine Reihe an weiteren Hochglanzmagazinen insbesondere durch ihre freien Arbeiten aufgefallen. Elizaveta Porodinas Portraits haftet etwas Unwirkliches an und offenbaren nicht selten eine Zerrissenheit, die Platz für Mehrdeutigkeit und Fantasie schafft. Diese Motive spiegeln sich auch in der neuen Serie The Witch wider.

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

Elizaveta Porodina – The Witch

(Bilder: Elizaveta PorodinaCC BY-NC-ND 4.0)

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Die Irrfahrten des Meese

Die Irrfahrten des Meese

In der Münchner Pinakothek der Moderne kann noch bis zum dritten März eine imposante Werkschau von Jonathan Meese bewundert werden. Einen kleinen Einblick in sein intensives Schaffen, welches nach wie vor ganz im Zeichen der Diktatur der Kunst steht, gibt der Berliner Künstler einmal mehr in Form einer Video-Performance. Kompromisslos wie immer schreitet Meese, begleitet von seiner Mutter, durch seine Ausstellung, begutachtet seine Werke und erläutert seine Erkenntnisse. Kunst ist immer das, was übrig bleibt.

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