Basquiat. Boom for Real

Basquiat – Boom for Real
Edo Bertoglio, Jean-Michel Basquiat wearing an American footballhelmet, 1981, Photo: © Edo Bertoglio, courtesy of Maripol, Artwork:© VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat,Licensed by Artestar, New York

Jean-Michel Basquiat kam aus dem New Yorker Underground, schuf Tausende von Zeichnungen und Malereien, lebte schnell und starb jung. Die aktuelle Ausstellung in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt trägt somit den passenden Titel Basquiat. Boom for Real. Heute, 30 Jahre nach seinem Herointod, gilt Basquiat als einer der wichtigsten Künstler seiner Generation. Zudem zählt er auch zu den teuersten. Im New York der 1970er- und 1980er-Jahre lässt Basquiat, umgeben von Armut, Kriminalität, Drogen und Rassismus, seiner Kreativität freien Lauf. Unter dem Pseudonym SAMO© hinterließ er poetisch-konzeptuelle Graffitis auf Häuserwänden, collagierte Baseball- und Postkarten, malte auf Kleidung, Türen, Möbeln, riesigen Leinwänden und allem, was ihm zur Verfügung stand. Was Basquiat für seine künstlerischen Arbeiten brauchte, nahm er sich. Basquiats Kunst steht nicht im luftleeren Raum. Seine Kunst ist mit dem Leben verbunden und behandelt soziale, politische sowie kunsthistorische Themen. Als erster afroamerikanischer Künstler schaffte er den Durchbruch in der weißen Kunstwelt. Auf dem Weg arbeitete und feierte Basquiat mit Künstlern wie Andy Warhol, Keith Haring, Blondie, David Bowie und Madonna. Seine Malereien und Zeichnungen, übersät mit gekritzelten Formen und Wörtern, Symbolen, Ziffern, Chiffren und Zitaten, spiegeln die kreative Explosion wieder und sind Ausdruck Basquiats einzigartigen Stils. Wer in das Leben des Künstlers, mit all seiner Fiebrigkeit, Leidenschaft und gesellschaftlichen Relevanz eintauchen möchte, hat die Gelegenheit dazu. Seit mehr als 30 Jahre nach Basquiats letzter Präsentation in Deutschland ist nun die Ausstellung Basquiat. Boom for Real noch bis zum 27. Mai 2018 in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt zu sehen.

Basquiat – Boom for Real
Basquiat. Boom for Real, Ausstellungsansicht, © SchirnKunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Norbert Miguletz, Kunstwerke: © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat,Licensed by Artestar, New York.
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat, Self-Portrait, 1983, Oil on paper and wood,Collection Thaddaeus Ropac, © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & TheEstate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York.Courtesy Collection Thaddaeus Ropac, London
Basquiat – Boom for Real
Basquiat. Boom for Real, Ausstellungsansicht, © SchirnKunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Norbert Miguletz, Kunstwerke: © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat,Licensed by Artestar, New York.
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat, A Panel of Experts, 1982, Acrylic, oil stickand paper collage on canvas with exposed wooden supports andtwine, The Montreal Museum of Fine Arts. Gift of Ira Young, © VGBild-Kunst Bonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat,Licensed by Artestar, New York, Courtesy The Montreal Museum ofFine Arts, Foto: MFA, Douglas M. Parker
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat, Glenn, 1984, Acrylic, oil stick andphotocopy, collage on canvas, Private collection, © VG Bild-KunstBonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat, Licensed byArtestar, New York
Basquiat – Boom for Real
Basquiat. Boom for Real, Ausstellungsansicht, © SchirnKunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Norbert Miguletz, Kunstwerke: © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat,Licensed by Artestar, New York.
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat, Untitled (Pablo Picasso), 1984, Oil, acrylicand oil stick on metal, Private collection, Italy, © VG Bild-KunstBonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed byArtestar, New York
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat, Dos Cabezas, 1982, Acrylic and oil stick oncanvas with wooden supports, Private collection, © VG Bild-KunstBonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed byArtestar, New York
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat, Untitled (Crown), 1982, Acrylic, ink andpaper collage on paper, Private collection, © VG Bild-Kunst Bonn,2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar,New York
Basquiat – Boom for Real
Jean-Michel Basquiat painting, 1983, © Roland Hagenberg
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Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Die Bildserie Mono no Aware resultiert aus einer Zusammenarbeit der Fotografin Gabriella Achadinha und der Illustratorin Marlize Eckard. Die Grundlage der künstlerischen Kooperation bilden Fotografien von Gabriella Achadinha, die in Japan und Südkorea entstanden sind. Anschließend hat Marlize Eckard die Fotografien mit Acrylfarbe übermalt. Herausgekommen sind wundersame, traumähnliche Bilder, die ihre psychedelische Wirkung nicht verfehlen.

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

Gabriella Achadinha und Marlize Eckard – Mono no Aware

(Bilder: Gabriella Achadinha & Marlize EckardCC BY-NC-ND 4.0)

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Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Ein immer wiederkehrendes Motiv des Film Noirs ist die Einsamkeit in der Großstadt. Die Figuren finden sich entfremdet in bitteren sozialen und politischen Realitäten wieder. Die Bildsprache ist durch eine Ambivalenz von Licht und Schatten geprägt und spiegelt nicht selten die innere Zerrissenheit der Protagonisten selbst wieder. In seiner Bildserie Introduction to Russian Neo-Noir inszeniert der Fotograf Michael V Momentaufnahmen, die diese Stimmung authentisch einfangen.

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

Michael V – Introduction to Russian Neo-Noir

(Bilder: Michael VCC BY-NC-ND 4.0)

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Stefano Gardel – Neon Desert

Stefano Gardel - Neon Desert

Stefano Gardel lässt in seiner Serie Neon Desert kalifornische Wüsten in einem surrealen Licht erscheinen. Mit Farbsättigung und Bildschärfe spielend, erzeugen Gardels Fotografien einen industriellen, metallischen Charakter. Das Resultat sind demzufolge weniger idyllische Naturaufnahme, als vielmehr bizarr anmutende Landschaften, in denen sich Blade Runner, auf der Suche nach etwas Abstand von Los Angeles, wiederfinden könnte.

Stefano Gardel - Neon Desert

Stefano Gardel - Neon Desert

Stefano Gardel - Neon Desert

Stefano Gardel - Neon Desert

Stefano Gardel - Neon Desert

(Bilder: Stefano GardelCC BY-NC-ND 4.0)

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Kunstgeschichte

Der Dozent und Filmemacher Cao Shu rast mit seinem experimentellen Kurzfilm in etwa einer Minute durch die Geschichte der Kunst. Während dieser Minute beobachtet der Film eine Person, die den alltäglichen Dingen des Lebens nachgeht. Das originelle dabei ist, dass jedes einzelne Bild in einer unterschiedlichen historischen Stilepoche der Malerei dargestellt wird. Funktioniert.

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AFTER — LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Unter dem Begriff Anthropozän wird eine geochronologische Epoche verstanden, in der der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Sieben Milliarden Menschen legen Monokulturen an, begradigen Flüsse, zerstören Wälder, verschmutzen Meere, nehmen Artensterben in Kauf. In der Bildserie AFTER — LIFE zeigt uns die Fotografin Nydia Lilian wie das Resultat aussehen könnte. Erschreckend schön.

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

Nydia Lilian – AFTER – LIFE

(Bilder: Nydia LilianCC BY-NC-ND 4.0)

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Gustav Willeit – BIALA

Gustav Willeit – BIALA

Seitdem ich mal vor Andreas Gurskys großformatiger Aufnahme Paris-Montparnasse (1993, 180 x 350 cm) stand, habe ich ein Faible für Fassaden. Das Foto zeigt einen anonymen, mehrstöckigen Wohnblock im Pariser Quartier de Montparnasse und steht symbolisch für postindustrielle Metropolregionen. Die kalte und distanzierte Komposition des Künstlers vermittelt die Isolation und Trostlosigkeit, die Millionenstädte schnell mit sich bringen können. Analog hierzu kann Gustav Willeits Serie BIALA betrachtet werden. Der Fotograf zeigt einsame Menschen in der streng geometrischen Architektur der Großstadt. Sind die Gebäude eigentlich für die Bewohner geschaffen, wirken sie in Willeits Bildern doch fehl am Platz.

Gustav Willeit – BIALA

Gustav Willeit – BIALA

Gustav Willeit – BIALA

Gustav Willeit – BIALA

(Bilder: Gustav WilleitCC BY-NC-ND 4.0)

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