Set zum Freitag #18 – DJ Lag

Set zum Freitag #18 – Gqom – DJ Lag

Ob Kwaito, African House oder nun Gqom, die elektronische Musikszene des südlichen Afrikas blüht vor Kreativität und Innovationskraft. Der Begriff „Gqom“ [/ᶢǃʱòm/], der eine eher jüngere musikalische Stilrichtung bezeichnet, bildet sich aus einer Kombination von Klicklauten, die aus der Zulu und Xhosa Sprache stammen. Phonetisch erinnert die Aussprache des Begriffs an eine Bassdrum. Und, soviel ist sicher, Bass bildet das tiefe Fundament des Gqom. Die Geburtsstätte des originellen Sounds ist die südafrikanische Millionenstadt Durban. Durban liegt an der Ostküste Südafrikas und ist von einer Hügelkette gesäumt, in deren Townships die schweren Beats und tieffrequentierten Bässe ihren Ursprung finden. Gqom ist ein apokalyptischer, martialischer Sound, in dem sich die Lebensrealität der Jugendlichen aus den rostigen Wellblechhütten der südafrikanischen Vorstädte wiederspiegelt. Ähnlich wie der spezielle urbane Lebensraum in Detroit oder Berlin einen eigenen Technosound hervorbrachte, entwuchs den Townships in Durban eine außergewöhnliche Klanglandschaft, die eher einen nihilistischen als futuristischen Charakter offenbart. Mit seinem Mix fürs Crack Magazin demonstriert DJ Lag eindrucksvoll die Intensität und Kompromisslosigkeit, die Gqom in sich trägt.

Einen interessanten, wenn leider auch zu kurzen, Einblick in die Gqom Szene Durbans bietet ein Boiler Room Beitrag der im Rahmen des zweiten Stay True South Africa Trips entstanden ist.

“It’s a raw sound, you can’t translate it. It’s something heavy that’s why you call it Gqom”

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Lost Diaries

Lost Diaries

Das Hamburger Label Lost Diaries veröffentlicht seine erste Compilation. Mit einem feinen Hang zur Melancholie, melodischen Synths und Groove finden die insgesamt sieben Tracks sowohl in lauen Sommernächten als auch auf der Tanzfläche ihren Platz. Neben Balad, der die LP eröffnet, sind unter anderem auch John Arial, Mikah und Lessovsky vertreten. Lost Diaries I kann in voller Länge auf Soundcloud gestreamt werden.

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Dj Raph – Ikondera

Dj Raph – Ikondera

Der aus Nairobi stammende Dj Raph gilt als eine zentrale Figur der elektronischen Musikszene Kenias. Nun erscheint nächsten Monat auf dem Berliner Label Noland sein Debütalbum Sacred Groves. Der Sound des Albums geht aus einem originellen Mix zeitloser Aufnahmen ethnographischer Field Recordings und futuristischer Bassmusik hervor. Einen ersten Vorgeschmack liefert der Track Ikondera, der Hutu-Hochzeitsgesang, ohne jeglichen Kitsch, mit synthetischem Sounddesign vereint. Immer wieder verblüffend, wie es elektronische Musik afrikanischer Künstler vermag, ganz neue Türen aufzustoßen.

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TWINS – That Which Is Not Said

TWINS – That Which Is Not Said

Am 4. Mai erscheint TWINS neues Album mit dem Titel That Which Is Not Said, aus dem sich auch das Akronym des Künstlers bildet. Auf der Platte erwarten uns acht Stücke, deren Klang von unterschiedlichen musikalischen Einflüssen geprägt ist. Von Post-Punk über Electro, EBM und Acid bis hin zu Synthpop versteht es TWINS, Grenzen geschickt verschwimmen zu lassen. Das Resultat ist nicht selten ein origineller, melancholischer Sound, wie er auch in dem Video zur ersten Single Stuck zu hören ist. Ideal für einen verkaterten Sonntag.

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