
Das Duo La Herida, bestehend aus Eugenio Acrartep und Lorenzo Setti, legt mit Dead In Devil’s Paradise ein Werk vor, das so obskur wie dramatisch ist. Die elf Stücke auf dem Album wirken wie ein dunkles Drama das zwischen Klangexperiment und Emotionsexzess oszilliert. Aus dem Lärm der urbanen Gegenwart lösen sich verzerrte Alltagsgeräusche, werden fragmentiert, gedehnt und neu zusammengesetzt, bis sie zu fiebrigen Halluzinationen mutieren, während rasende Rhythmen flirrenden Dissonanzen gegenüberstehen. Ein Album wie ein Fiebertraum, aus dem es kein Erwachen gibt.