
Mit Post Dub Cities veröffentlicht der italienische Klangkünstler und Fotograf Adriano Zanni ein Werk, das sich klanglich und visuell dem Phänomen verlassener Orte widmet. Charakteristisch für Zannis Arbeitsweise sind die musikalischen Kompositionen dabei untrennbar mit einem begleitenden Fotoband verwoben, dessen monochrome, brutalistische Ästhetik verlassene, menschenleere urbane Architekturen als stumme Zeugen einer vergangenen Zivilisation inszeniert. Musikalisch übersetzt Zanni diese Leere in ein minimalistisches, cineastisches Vokabular, das von tieffrequenten Elementen, metallischem Klirren sowie verfremdeten Echos getragen wird. Es ist das faszinierende Zusammenspiel aus rauen Field Recordings und feinsinnigem Sounddesign, welches eine postapokalyptische Melancholie entfaltet. So entsteht eine abgründige Klangwelt, die die Hörerinnen und Hörer in eine topografische Einsamkeit entlässt, die gleichermaßen beklemmend klaustrophobisch wie schwindelerregend weit wirkt.