Mit Glutes und The Hatchet veröffentlichte Patrice Bäumel zuletzt zwei EPs auf Afterlife, die mit atmosphärischen Synths sowie Groove überzeugen konnten. Auf dem diesjährigen CRSSD Fest spielte er nun ein Set, das an den tiefen Techno seiner eigenen Produktionen anknüpft und einen formidablen Start ins Wochenende verspricht.
Dmitri Pryahin – Wie von Sinnen

Dmitri Pryahin setzt seine Protagonisten ungewöhnlich in Szene. Wie von Sinnen zeigen sich die Models vor der Kamera und schaffen außergewöhnliche Momentaufnahmen, denen eine eigenwillige Ästhetik innewohnt, welche es unmittelbar vermag, den Betrachter in ihren Bann zu ziehen. Wunderbar bizarr.






























Welche Dynamik ein Fotoshooting mit Dmitri Pryahin entwickeln kann, zeigt eindrucksvoll die Dokumentation des russischen Strangers Magazines.
(Bilder: Dmitri Pryahin • CC BY-NC-ND 4.0)
Global Dancefloor

Im Rahmen der Global Dancefloor Serie besucht Mixmag weltweit Protagonisten der elektronischen Musik und gibt kurze Einblicke in lokale Clubszenen. Nicht selten geht der Blick dabei über das Nachtleben hinaus, so dass weitere kulturelle sowie gesellschaftliche Aspekte angesprochen werden. Wenngleich die flüchtigen Episoden nur kurze Ausschnitte der jeweiligen Szenen zeigen, sind es doch spannende Impressionen, die zur weiteren Recherche einladen. Von Kenias NuNairobi Movement über Südafrikas House und Angolas Kuduro Szene bis hin zu Phänomen der Clubkultur in Indien, Thailand, Beirut und Manchester gibt es einiges zu entdecken. Insgesamt kommen zwanzig Künstler in neun Ländern zu Wort. Einen ersten Vorgeschmack liefert der Trailer zur Serie.
Set zum Freitag #28 – Caterina Barbieri

Während einer Boiler Room Session in Helsinki spielte die Italienerin Caterina Barbieri ein eindrucksvolles modulares Live Set, in welchem sie mit minimalistischen Sounddesign in tief hypnotische Klangwelten entführte.
Chris Liebing – Burn Slow

Im September erscheint nach über zehn Jahren eine neue LP von Chris Liebing. Veröffentlicht wird das Album mit dem Titel Burn Slow auf dem legendären britischen Label Mute Records. Mit Novembergrey sowie Polished Chrome können wir bereits jetzt in zwei äußerst vielversprechende Tracks reinhören. Das macht Appetit auf mehr.
Jonathan Meese – Mutter-Sohn-Atelierbesuch

Immer mal wieder begeht Jonathan Meese zusammen mit seiner Mutter Brigitte sein Atelier, um gemeinsam die neusten Kunstwerke zu inspizieren. Der letzte Mutter-Sohn-Atelierbesuch fand Anfang Juni statt, bei dem nach der Devise „Sei Dein eigener Störenfried ! K.U.N.S.T. entgeschmackert ALLE(S) Also: Conannisiere Dich, es bringts …“ eine neue inhaltliche Werkphase verkündet wurde.
„Im Hinblick auf seine bevorstehende Museumsschau in der Pinakothek der Moderne in München im Oktober 2018 leitet er den Übergang vom großen „Parsifal“~Motiv hin zum ebenso komplexen „Odysseus“~Thema ein. In diesem fließenden Wechsel verschmelzen die beiden Sagenfiguren der deutschen und griechischen Mythologie durch Jonathan Meeses Malerhand zu einem einzigen noch mächtigeren Heros der K.U.N.S.T., dem „ODYSSEUSPARSIFAL“. Auf Bildwerken wird das neue Kräftebündnis buchstäblich im wahrsten Sinne des Wortes manifestiert. Stolz empfängt der Malersohn seine Mutter in seinem Atelier und führt sie auf bemalte Leinwände zu, die in großen Lettern die künstlerische Kernfusion von Parsifal und Odysseus bekanntgeben.“
Nebenbei räumt Meese mit dem Mythos des „verrückten Künstlers“ auf. Ein Künstler verrücke zwar die Dinge, indem er der Antirealität diene und die Wahrnehmung störe, sei aber deswegen nicht selbst verrückt. Im Gegensatz zu Politikern handle es sich bei Künstlern um glasklare Typen der Zukunft. Wenn Meese während seiner Monologe doch mal droht abzuschweifen, versucht Mutter Brigitte den Fokus wieder auf die Bildbetrachtung zu lenken. Nicht immer erfolgreich. Gleichwohl folgt am Ende die Versöhnung, indem Meese seiner Mutter den Titel „Mutter der Laune der Kunst“ verleiht. Eine herrliche Konversation!
Set zum Freitag #27 – Kevin de Vries
Mit den Veröffentlichungen Path To Immortality und Aurora machte Kevin de Vries in jüngster Vergangenheit bereits auf sich aufmerksam. Nun ist der Kölner DJ und Produzent mit Mágoa auch auf der Afterlife Compilation Realm of Consciousness Pt.III vertreten, die am 29. Juni erscheinen wird. Dies kann durchaus mal als Anlass genommen werden, das Wochenende mit einem Kevin de Vries Set einzuläuten, das vor einigen Wochen den Heinz Hopper Floor im Kater Blau ordentlich zum Schwitzen brachte.