Auf ihrem neuen Album a journey… vereint die japanische Produzentin Hinako Omori analoges Sounddesign, Field Recordings, zarte Vocals sowie binaurale Klänge zu einem stimmigen Gesamtbild. Feinfühlige Musik, in die es sich für einen Moment verlieren lässt.
Wenngleich Lwazi Asanda Gwala, besser bekannt als DJ Lag, aus der elektronischen Musikszene Afrikas und darüber hinaus nicht wegzudenken ist, erschien erst kürzlich mit Meeting with the King sein Debütalbum. Zurecht gilt DJ Lag als Wegbereiter des Gqom. Jener progressiven und gleichermaßen kompromisslosen elektronischen Spielart, die in den Townships Durbans ihre Geburtsstätte gefunden hat. Der Begriff „Gqom“ [/ᶢǃʱòm/] bildet sich aus einer Kombination von Klicklauten, die aus der Zulu und Xhosa Sprache stammen und dessen Phonetik an eine Bassdrum erinnert, die schließlich das Fundament des Stils bilden. Gqom lebt von tieffrequentierten Bässen sowie einer mitunter apokalyptischen, martialischen Klangwelt, die die Lebensrealität der Jugendlichen aus den rostigen Wellblechhütten der südafrikanischen Vorstädte reflektiert. Wie bereits der Technosound aus Berlin und Detroit durch den speziellen urbanen Lebensraum geprägt wurde, entwuchs auch den Townships in Durban eine originelle, dystopische Klangwelt, die ihres Gleichen sucht. Und diese Klangwelt hat DJ Lag in seinen Produktionen maßgeblich mitkreiert. Auf seinem Debütalbum erweitert DJ Lag nun seinen Stil und lässt auf den fünfzehn Tracks Inspirationen aus Genres wie Amapiano, Afrohouse und Kwaito miteinfließen. Der in Durban aufgewachsen Künstler spricht dabei von Gqom 2.0.
Anders Hellberg hat für das in Kiew beheimatetet Kollektiv ÆNIGMA einen atmosphärischen Mix aufgenommen, der uns tief in die musikalische Ästhetik des schwedischen DJ und Produzenten eintauchen lässt. Über eine Stunde kreiert Hellberg mittels komplexer Texturen, hypnotisierenden Rhythmen und träumerischen Klangflächen eine entrückende Klangwelt.
Mit The Seed hat Lucrecia Dalt ihren ersten selbst produzierten Soundtrack angekündigt. Der Soundtrack ist die musikalische Untermalung für den gleichnamigen Horrorfilm des Regisseurs Sam Walker. Die bereits veröffentlichte Single Venutian Offspring lässt eine dunkle, obskure Klangwelt vermuten, die den Soundtrack prägen wird. Lucrecia Dalt beschreibt ihre Arbeit wie folgt:
„The score is heavily based on pulses that I made from tape loops from my Copicat tape delay, using various pieces of metal to create the sound of the horror parts by bowing them alongside digital synths and the Korg Monologue.”
Im April soll mit Kilumi die Debüt EP der kenianischen DJ und Produzentin Coco Em veröffentlicht werden. Die EP wird sieben Tracks beinhalten, die von Genres wie Amapiano, House und Trap inspiriert sind. Als Vorgeschmack kann in die erste Single Land (Black) First reingehört werden.
Der in Durban aufgewachsene Produzent und Wegbereiter des Gqom DJ Lag hat für Resident Advisor einen einstündigen Mix aufgenommen. Der Mix lässt kompromisslose, tieffrequente Gqom Rhytmen mit Amapiano und Afrotech Vibes verschmelzen, die DJ Lag inzwischen auch für seine eigenen Produktionen nutzt, welche immer wieder in den Mix einfließen. Das Ganze gewohnt progressiv sowie mitreißend.
Mit Callers Spring hat Al Wootton eine neue EP veröffentlicht. Callers Spring folgt auf die Maenads EP und ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie, die durch tiefen sowie perkussiven Techno zu überzeugen weiß.