Nach ihrem Debütalbum Significant Changes im Jahr 2019 veröffentlicht die in Berlin lebende Kanadierin Jayda G mit Both of Us / Are U Down eine neue EP auf Ninja Tune. Zu dem Track Both of Us gibt es bereits ein Video, das mit fidelen Sommervibes besticht, die durch einen heiteren House Groove und Jayda Gs sanfte Vocals getragen werden. Genau das Richtige für etwas beschwingte Stimmung in turbulenten Zeiten.
Im März hat Nicolás Jaar auf seinem Label Other People mit Cenizas ein neues Album veröffentlicht. Nachdem Jaar bereits Anfang des Jahres unter seinem Alter Ego Against All Logic eine Compilation mit dem Titel 2017-2019 herausgebracht hat, handelt es sich bei Cenizas um die zweite LP des New Yorkers in diesem Jahr. Die dreizehn Tracks des Albums sind geprägt durch ein tiefes, beklemmendes Sounddesign, das durch Jaars Vocals komplementiert wird und eine kühle, melancholische Atmosphäre schafft, in die es sich restlos verlieren lässt.
Als Mitglied des Londoner Boko! Boko! Kollektivs sowie mit ihren energetischen, originellen Sets bringt Juba bereits seit einigen Jahren progressiven Sound aus Afrika auf die europäischen Tanzflächen. Die Sets ergeben sich aus einer Mischung aus Afrobeats, Kuduro, Gqom, Amapiano sowie weiteren Genres, ohne dabei jemals den Bass vermissen zu lassen. Diese Beschreibung passt auch zu Jubas neusten Mix, den sie für das DJ Mag aufgenommen hat. Neben ihrer musikalischen Arbeit, hat Juba mit Assurance ein weiteres beachtenswertes Projekt auf den Weg gebracht. Assurance dokumentiert filmisch das Leben von den in Lagos lebenden Künstlerinnen Sensei Lo, DJ Yin und DJ Ayizan, um deren Erfahrungen und damit einhergehende Genderfragen sowie das Thema der Misogynie in der nigerianischen Musikszene und darüber hinaus in den Fokus zu rücken. Die Dokumentation lässt sich aktuell auf der von Boiler Room gegründeten Plattform 4:3 anschauen. Sowohl das Set als auch die Dokumentation sind lohnenswert zu streamen.
Ellen Allien hat mit Auraa ein neues Album angekündigt, das im Juni auf ihrem Label BPitch Control erscheinen soll. Auf Auraa wird es sieben Tracks geben, die zwischen Trance, Downtempo, Acid und Techno oszillieren. In die erste Single des Albums True Romantics lässt sich bereits reinhören.
Nachdem Afterlife im April bereits eine Label Compilation unter dem Titel Unity veröffentlicht haben, ist inzwischen auch eine gleichnamige Streaming-Reihe ins Leben gerufen worden, die Sets von bekannten Gesichtern aus dem Afterlife Kosmos bereithält. Den Anfang machten Labelgründer Tale of Us selbst, bevor diese Woche dann ein Set des italienische Duos Fideles folgte. Es gibt melodischen Techno in typischer Afterlife Manier.
Mit Below the Clavicle hat die in Queens lebende Sängerin und Komponistin Eartheater eine neue Single veröffentlicht. Below the Clavicle ist auf PAN erschienen und ist dort ihre erste Veröffentlichung nach dem Album Irisiri. Auf einem ruhigen Instrumental, das auf Gitarre, Harfe und Streichern basiert, singt Eartheater mit betörender, einehmender Stimme. Ein neues Album kann wohl in nicht allzu ferner Zukunft erwartet werden.
Die im Senegal geborene Musikerin und bildende Künstlerin T.I.E. hat zu der Single Life is Not a Waiting Game aus ihrer kommenden EP Pangool ein originelles Video veröffentlicht. Wie auch die weiteren Tracks der EP, behandelt Life is Not a Waiting Game die Dringlichkeit des Lebens. Der Sound, der gemeinsam mit The Love Process Ensemble entstanden ist, hat einen mystischen, intensiven Charakter auf dem T.I.E. auf Wolof, Sérere, Französisch und Englisch multilingual singt. Für die visuelle Umsetzung des Videos sind die beiden Regisseure David Rybojad und Mike Horn verantwortlich.