Mit Somewhen veröffentlicht die Produzentin Kayla Painter am achten Oktober eine neue EP. Auf Somewhen werden fünf Tracks zu finden sein, die von warmen Synthesizer Klängen getragen werden, die durch eher minimal gehaltene Drums sowie Kayla Painters Stimme ergänzt werden. Der Track Unseen and Unknown gibt eine erste Idee hiervon.
Mit Diplopia veröffentlicht die färöische Sängerin und Multiinstrumentalistin Konni Kass ihr zweites Album. Der Titel des Albums Diplopia bezeichnet einen medizinischen Fachbegriff, der die Wahrnehmung identischer Objekte an verschiedenen Orten im Raum zur Folge hat. Diesen doppelten visuellen Effekt versucht Konni Kass auf dem Album in das musikalische zu übertragen. So spiegeln die Songs auf dem Album musikalische sowie emotionale Kontraste wider, mit einerseits dunklen und schweren Passagen und anderseits eher heiteren und fidelen Stücken.
Über eine Stunde lässt der italienische Produzent Dino Sabatini für The Memoir selbstproduzierte Tracks versiert ineinander verschmelzen und führt uns auf diese Weise peu à peu durch seine musikalische Biografie. Fesselnd sowie hypnotisierend.
Die bildende Künstlerin und Produzentin Melika Ngombe Kolongo, auch unter ihrem Pseudonym Nkisi bekannt, hat für die jüngste Patch Notes Episode des FACT Magazines mittels einer Reihe an Drummachines, Effektgeräten und der Soma Pipe ein improvisiertes Live Set gespielt. Inspiriert von ihren kongolesischen Wurzeln sowie der von Gabber und Hardcore geprägten elektronischen Klangwelt Belgiens, wo Nkisi aufgewachsen ist, schafft die Künstlerin einen abstrakten, kompromisslosen Sound, der sich in keinerlei Genregewand kleiden lässt.
Mit Walk with a tumored dog haben Bound by Endogamy drei neue Tracks veröffentlicht, die von EDM und Industrial inspirierten Instrumentals leben, über die kühle, französische Vocals gelegt wurden. Ein wenig Dystopie zum Wochenanfang kann nicht schaden.
Mit einem Jahr Verspätung hat Ostgut Ton – nachdem sich im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie nicht die Gelegenheit ergeben hat – sein 15-jähriges Bestehen zelebriert. Da Corona nach wie vor ein Thema ist und Events nur unter bestimmten Schutzverordnungen stattfinden können, wurde gemeinsam mit Arte Concert eine ziemlich passable Alternative auf die Beine gestellt. So gab es eine Reihe an exklusiven Back-to-Back-Sets und kollaborativen Live-Performances, die Live aus der Halle am Berghain übertragen wurden und inzwischen auch on demand zur Verfügung stehen. Insgesamt haben 38 verschiedene Künstlerinnen und Künstler zu dem musikalischen Programm beigetragen, wozu unter anderem Phillip Sollmann, Luke Slater, KMRU, Phase Fatale, Fiedel, Marcel Dettmann, Nick Höppner, Boris, Paramida, Massimiliano Pagliara, Answer Code Request, Steffi und Virginia zählen. An dieser Stelle das gemeinsame Techno Set von Ben Klock und Etapp Kyle.
Die in Neu-Delhi geborene und inzwischen in New York lebende Komponistin Arushi Jain lässt auf ihrem Debütalbum Under the Lilac Sky indische klassische Musik mit modularem Sounddesign sowie ihrer Stimmen verschmelzen. Das Resultat sind stimmungsvolle Klanglandschaften, die einerseits experimentell erscheinen und gleichzeitig tief im Geist der Hindustani-Musik verwurzelt sind. Wer mehr über Arushi Jain und ihren komplexen musikalischen Ansatz erfahren möchte, dem sei das für Ableton von Nyshka Chandran geschriebene Porträt ans Herz gelegt.