Mzansi Bass

Mzansi Bass

In der von Shannen SP kuratierten Compilation Mzansi Bass präsentiert das kolumbianische Label TraTraTrax erneut eine konzentrierte Perspektive auf eine lokale Szene, die es auf originelle Weise vermag ihre ganz eigene Klangästhetik zu offenbaren. Im Fokus steht diesmal die südafrikanische elektronische Untergrundszene, wobei die Zwischenräume von 3-Step, Gqom, den eher düsteren Facetten des Amapiano sowie Mutationen des Pretoria Rap erkundet werden. Dabei sind die Stücke tief in den jeweiligen lokalen Milieus von Durban, Johannesburg, Kapstadt, dem Eastern Cape und Pretoria verankert. Zugleich verweisen sie auf ihre transnationalen Verzweigungen, die bis nach Brasilien und in die Niederlande reichen. Mzansi Bass gibt somit einen fabelhaften ersten Einblick in die Kreativität sowie Innovationskraft der elektronische Musikszene des südlichen Afrikas.

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Set zum Freitag #447 – Aspetuck

Set zum Freitag #447 – Aspetuck
Bild: © Dang Vu Hai

Der in Hudson Valley beheimatete Künstler Aspetuck hat für A Strangely Isolated Place einen fabelhaften Mix kreiert, der sich programmatisch dem Übergang zwischen verschiedenen Bewusstseinszuständen widmet. Ausgangspunkt ist die Schwelle des Morgens, jenes fragile Intervall zwischen Dunkelheit und Licht, zwischen Schlaf und Erwachen. Entsprechend eröffnet die klangliche Dramaturgie in einer kühlen, entrückten, beinahe abweisenden Sphäre. Allmählich jedoch verschiebt sich das Gefüge in Richtung einer geheimnisvollen, latent einladenden Textur, ohne seine eigentümliche Fremdheit gänzlich abzulegen. Erst im weiteren Verlauf der Komposition stellt sich eine warme, beinahe behagliche Atmosphäre ein, die den zuvor tastenden Übergang in eine Form klanglicher Geborgenheit überführt.

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Jake Muir – Pareidolia

Jake Muir – Pareidolia

Mit Pareidolia veröffentlicht Jake Muir ein Album, das den Versuch unternimmt Ambient mit Heavy Metal zu verheiraten. Dabei sampelt Jake Muir höchst berauschende sowie atmosphärische Passagen aus mannigfaltigen Death Metal und Black Metal Werken, um daraus psychedelische, verzerrte und deren Quellen nicht länger rekonstruierbare eigenständige Kompositionen zu kreieren. Die ursprüngliche Intensität des Ausgangsmaterial bleibt spürbar, wird jedoch in etwas Diffuses wie Traumartiges überführt. Muir gelingt so ein Werk, das Genregrenzen unterläuft und zugleich Hörgewohnheiten auf fabelhafte Weise herausfordert.

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Set zum Freitag #446 – Chris SSG

Set zum Freitag #446 – Chris SSG
Bild: © Landiva Weber

Der aus Australien stammende Musiker Chris SSG hat für die Zenaari Mix Serie ein dreistündiges Set zusammengestellt, das in seiner charakteristischen Handschrift ein breites Spektrum an Genres und Klängen offenbart. Die originelle wie experimentelle Herangehensweise des Künstlers bewegt sich zwischen Melodien und Stille, zwischen spontan entstehenden Rhythmen und komplexen Perkussionstrukturen sowie organischen Sequenzen und elektronischen Texturen. So treffen in dem Mix Noise Elemente auf schimmernde Klangflächen, um im Resultat ein tiefes Verständnis für Handwerk und Feingefühl zu offenbaren.

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Deaf Center – Through Time

Deaf Center – Through Time

Mit Through Time veröffentlichen Erik K. Skodvin und Otto A. Totland unter ihrem gemeinsamen Projektnamen Deaf Center ihr viertes Studioalbum. Auf dem neuen Album sind sechs Werke zu finden, in denen sich die beiden Musiker einem weitläufigen, elektroakustischen Klangbild zuwenden, dass sich peu à peu zu einem immersiven Hörerlebnis verdichtet. Das Klavierspiel von Otto A. Totland folgt dabei langsamen Rhythmen sowie minimalistischen Kompositionen und ergänzt somit fabelhaft die von Erik K. Skodvin kreierten cineastischen Klangwelten. Die Musik des Albums trägt einen suchenden, behutsamen Fluss in sich, der sich in Harmonie, Faszination und ästhetischer Ruhe verwirklicht.

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Set zum Freitag #445 – Sunju Hargun

Set zum Freitag #445 – Sunju Hargun
Bild: © Jonathan Cooper

Der in Thailand geborene Künstler Sunju Hargun hat für die Deep Breakfast Series einen Mix geschaffen, der sich im Schwebezustand zwischen Dämmerung und Morgengrauen entfaltet und zugleich zwischen Erinnerung und Transzendenz oszilliert. In feiner Balance verbindet er disparate klangliche Einflüsse zu einem organischen Ganzen, das sich einer schlichten Kategorisierung entzieht. Was hier hörbar wird, ist weniger ein Set im herkömmlichen Sinne als eine behutsam entwickelte akustische Dramaturgie. Das Resultat überzeugt gleichermaßen durch eine subtile Intensität sowie einer dichten, atmosphärischen Geschlossenheit.

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The Inward Circles – Shadow Reflex

The Inward Circles – Shadow Reflex

Richard Skelton veröffentlicht mit Shadow Reflex sein neuntes Album unter dem Projektnamen The Inward Circles. Klanglich zeigt sich eine dichte, unerbittliche Atmosphäre, die fast feindselig wirkt und sich keinerlei Wärme bedient. Akustische Klangquellen bleiben präsent – geschabt, geschlagen, gestrichen – doch durchlaufen Reproduktionsprozesse, die jeglichen Ursprung tilgen und lediglich konvulsiven Rhythmus sowie versengte Resonanzen hinterlassen. Das Album atmet eine schmerzhafte Körperlichkeit, wobei der Klang keineswegs zum Schweben einlädt, sondern die Hörerinnen und Hörer unter der Oberfläche festnagelt.

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