Deaf Center – Through Time

Deaf Center – Through Time

Mit Through Time veröffentlichen Erik K. Skodvin und Otto A. Totland unter ihrem gemeinsamen Projektnamen Deaf Center ihr viertes Studioalbum. Auf dem neuen Album sind sechs Werke zu finden, in denen sich die beiden Musiker einem weitläufigen, elektroakustischen Klangbild zuwenden, dass sich peu à peu zu einem immersiven Hörerlebnis verdichtet. Das Klavierspiel von Otto A. Totland folgt dabei langsamen Rhythmen sowie minimalistischen Kompositionen und ergänzt somit fabelhaft die von Erik K. Skodvin kreierten cineastischen Klangwelten. Die Musik des Albums trägt einen suchenden, behutsamen Fluss in sich, der sich in Harmonie, Faszination und ästhetischer Ruhe verwirklicht.

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Set zum Freitag #445 – Sunju Hargun

Set zum Freitag #445 – Sunju Hargun
Bild: © Jonathan Cooper

Der in Thailand geborene Künstler Sunju Hargun hat für die Deep Breakfast Series einen Mix geschaffen, der sich im Schwebezustand zwischen Dämmerung und Morgengrauen entfaltet und zugleich zwischen Erinnerung und Transzendenz oszilliert. In feiner Balance verbindet er disparate klangliche Einflüsse zu einem organischen Ganzen, das sich einer schlichten Kategorisierung entzieht. Was hier hörbar wird, ist weniger ein Set im herkömmlichen Sinne als eine behutsam entwickelte akustische Dramaturgie. Das Resultat überzeugt gleichermaßen durch eine subtile Intensität sowie einer dichten, atmosphärischen Geschlossenheit.

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The Inward Circles – Shadow Reflex

The Inward Circles – Shadow Reflex

Richard Skelton veröffentlicht mit Shadow Reflex sein neuntes Album unter dem Projektnamen The Inward Circles. Klanglich zeigt sich eine dichte, unerbittliche Atmosphäre, die fast feindselig wirkt und sich keinerlei Wärme bedient. Akustische Klangquellen bleiben präsent – geschabt, geschlagen, gestrichen – doch durchlaufen Reproduktionsprozesse, die jeglichen Ursprung tilgen und lediglich konvulsiven Rhythmus sowie versengte Resonanzen hinterlassen. Das Album atmet eine schmerzhafte Körperlichkeit, wobei der Klang keineswegs zum Schweben einlädt, sondern die Hörerinnen und Hörer unter der Oberfläche festnagelt.

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Set zum Freitag #444 – Calibre

Set zum Freitag #444 – Calibre
Bild: © Ian Panelo

Obgleich dieser Calibre Mix bereits vor einem Jahr erschienen ist, verdient er im Lichte des jüngst veröffentlichten Albums Tricklemore Sea erneute Aufmerksamkeit. Aus einem feinen Gespür für Ästhetik und klangliche Wirkung heraus entfaltet sich eine rund einstündige Komposition von bemerkenswerter Intensität. Der Künstler modelliert Zeit und Raum zu einem Resonanzkörper, in dem sich musikalische Erzählung und cineastische Atmosphäre wechselseitig durchdringen. Die Übergänge wirken dabei organisch, fast unmerklich, und doch von präziser Setzung. Dass Resultat ein subtiler Entwurf einer Klangpoetik des Transzendenten.

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Calibre – Tricklemore Sea

Calibre – Tricklemore Sea

Mit Tricklemore Sea veröffentlicht der in Belfast geborene Autor, Maler, Multiinstrumentalist und Produzent Calibre ein zutiefst persönliches und zugleich experimentelles Werk, das Ambient, Shoegaze, Elektronik, Blues und Folk feinfühlig miteinander verschmelzen lässt. Ausgehend von seiner charakteristischen musikalischen Handschrift – geprägt von zurückhaltender Melancholie und klanglicher Sensibilität – entfaltet sich eine fragile, in sich gekehrte Klangwelt. Die Musik atmet, lässt Raum und vermeidet jede Form von Überinszenierung. Das Ergebnis ist ein verletzliches, leises und zugleich eindringliches Album, das seine Wirkung erst im konzentrierten Hören vollständig entfaltet.

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Set zum Freitag #443 – Oreste

Set zum Freitag #443 – Oreste
Bild: © Landiva Weber

Der in Méribel lebende Musiker und Produzent Oreste hat für die Deep Breakfast Series einen einstündigen Mix geschaffen, der sich in seiner charakteristischen Handschrift an der Schnittstelle von Ambient und experimenteller Klangkunst bewegt. Getragen von einer feinfühligen Intuition für Stimmungen und dramaturgische Übergänge entfaltet sich eine eindringliche, fein kuratierte Klangreise. Oreste verbindet dabei organische Texturen mit subtilen elektronischen Fragmenten zu einem kohärenten Ganzen. Das Ergebnis ist eine fragile, leicht entrückte Konstruktion, die zwischen Intimität und Abstraktion oszilliert.

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Recur – A Strange Loop

Recur – A Strange Loop

Aus einer feinfühligen Verschmelzung von elektronischen Klängen, Klassik und Jazz resultiert das cineastische Debütalbum A Strange Loop des Londoner Ensembles Recur. Es handelt sich dabei um ein eindringliches, formbewusstes Werk, das von minimalistischen, repetitiven Strukturen, subtiler Instrumentierung sowie kammermusikalischer Spannung lebt. Die Musik entfaltet sich in langen Bögen, wirkt reflektiert und sorgfältig ausgearbeitet, bleibt dabei aber emotional zugänglich. Gerade diese Balance aus Struktur und Atmosphäre machen den Reiz des Albums aus.

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