Set zum Freitag #449 – Mod21

Set zum Freitag #449 – Mod21
Bild: © Suki Lee

Der italienische Produzent und Klangkünstler Mod21 hat für OMM Transmission einen Mix geschaffen, der atmosphärische Tiefe sowie intellektuelle Präzision in ein raffiniert verdichtetes Klangbild überführt. Mod21 gelingt es, seinen immersiven Zugang zu Klang zwischen hypnotischem Techno, experimenteller Elektronik und abstrakten Klangexperimenten zu schichten, ohne den Blick für räumliche Klarheit zu verlieren. Sein Sounddesign wirkt gleichermaßen akribisch und spielerisch, eine fabelhafte Mischung aus Distanz und Intensität, die sich in der Präsenz jeder Textur vergewissert. Basierend auf experimentellen, tiefen Klängen, Textur und Atmosphäre entfaltet sich auf diese Weise peu à peu ein Mix, der eindringlich zum fokussierten Zuhören einlädt.

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Lusine – Melting Days

Lusine – Melting Days

Der aus Seattle stammende Musiker Jeff McIlwain, auch bekannt als Lusine, veröffentlicht mit Melting Days ein Album, das intellektuelle Neugier mit einer zärtlichen Melancholie verbindet und zugleich von einer sonderbar friedvollen Ästhetik getragen wird. Basierend auf minimalistischen Strukturen, deren feine Rhythmizität die Konstruktion der Klänge trägt, öffnet Lusine Schwermut als formulierte Emotion, ohne in Verzweiflung abzurutschen. Die Werke arbeiten dabei mit Verlust, Wandel sowie der allmählichen Entmaterialisierung von Zeit, so dass eine Klanglandschaft erschaffen wird, die in der Radikalität der Einfachheit eine stille, fast poetische Logik entfaltet. An dieser Stelle der Track Pendulum.

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Set zum Freitag #448 – John Roberts

Set zum Freitag #448 – John Roberts
Bild: © Mete Kaan Özdilek

Der in New York lebende, multidisziplinär arbeitende Künstler John Roberts hat für NTS Radio einen Mix geschaffen, der sich über gut eine Stunde zu einem eigensinnig verdichteten Klangraum entfaltet. Mit Werken von Basic Channel, Arvo Pärt sowie Alva Noto & Ryuichi Sakamoto zieht er Linien, die von der Clubkultur über die Neue Musik bis in die elektroakustische Avantgarde reichen. Statt auf eine lineare Steigerung zu setzen, ordnet Roberts die Sequenzen so, dass Verdichtung und Stille, Impuls und Suspension in ein präzises Wechselspiel treten. Der Mix lebt dabei von einer Dramaturgie, die weniger erzählt als verschiebt, weniger steigert als neu verortet und eben hierdurch seine originelle Ästhetik kreiert.

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Mzansi Bass

Mzansi Bass

In der von Shannen SP kuratierten Compilation Mzansi Bass präsentiert das kolumbianische Label TraTraTrax erneut eine konzentrierte Perspektive auf eine lokale Szene, die es auf originelle Weise vermag ihre ganz eigene Klangästhetik zu offenbaren. Im Fokus steht diesmal die südafrikanische elektronische Untergrundszene, wobei die Zwischenräume von 3-Step, Gqom, den eher düsteren Facetten des Amapiano sowie Mutationen des Pretoria Rap erkundet werden. Dabei sind die Stücke tief in den jeweiligen lokalen Milieus von Durban, Johannesburg, Kapstadt, dem Eastern Cape und Pretoria verankert. Zugleich verweisen sie auf ihre transnationalen Verzweigungen, die bis nach Brasilien und in die Niederlande reichen. Mzansi Bass gibt somit einen fabelhaften ersten Einblick in die Kreativität sowie Innovationskraft der elektronische Musikszene des südlichen Afrikas.

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Set zum Freitag #447 – Aspetuck

Set zum Freitag #447 – Aspetuck
Bild: © Dang Vu Hai

Der in Hudson Valley beheimatete Künstler Aspetuck hat für A Strangely Isolated Place einen fabelhaften Mix kreiert, der sich programmatisch dem Übergang zwischen verschiedenen Bewusstseinszuständen widmet. Ausgangspunkt ist die Schwelle des Morgens, jenes fragile Intervall zwischen Dunkelheit und Licht, zwischen Schlaf und Erwachen. Entsprechend eröffnet die klangliche Dramaturgie in einer kühlen, entrückten, beinahe abweisenden Sphäre. Allmählich jedoch verschiebt sich das Gefüge in Richtung einer geheimnisvollen, latent einladenden Textur, ohne seine eigentümliche Fremdheit gänzlich abzulegen. Erst im weiteren Verlauf der Komposition stellt sich eine warme, beinahe behagliche Atmosphäre ein, die den zuvor tastenden Übergang in eine Form klanglicher Geborgenheit überführt.

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Jake Muir – Pareidolia

Jake Muir – Pareidolia

Mit Pareidolia veröffentlicht Jake Muir ein Album, das den Versuch unternimmt Ambient mit Heavy Metal zu verheiraten. Dabei sampelt Jake Muir höchst berauschende sowie atmosphärische Passagen aus mannigfaltigen Death Metal und Black Metal Werken, um daraus psychedelische, verzerrte und deren Quellen nicht länger rekonstruierbare eigenständige Kompositionen zu kreieren. Die ursprüngliche Intensität des Ausgangsmaterial bleibt spürbar, wird jedoch in etwas Diffuses wie Traumartiges überführt. Muir gelingt so ein Werk, das Genregrenzen unterläuft und zugleich Hörgewohnheiten auf fabelhafte Weise herausfordert.

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Set zum Freitag #446 – Chris SSG

Set zum Freitag #446 – Chris SSG
Bild: © Landiva Weber

Der aus Australien stammende Musiker Chris SSG hat für die Zenaari Mix Serie ein dreistündiges Set zusammengestellt, das in seiner charakteristischen Handschrift ein breites Spektrum an Genres und Klängen offenbart. Die originelle wie experimentelle Herangehensweise des Künstlers bewegt sich zwischen Melodien und Stille, zwischen spontan entstehenden Rhythmen und komplexen Perkussionstrukturen sowie organischen Sequenzen und elektronischen Texturen. So treffen in dem Mix Noise Elemente auf schimmernde Klangflächen, um im Resultat ein tiefes Verständnis für Handwerk und Feingefühl zu offenbaren.

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