Set zum Freitag #440 – Öjskog

Set zum Freitag #440 – Öjskog
Bild: © Charly Severino

Der in Helsinki beheimatete Künstler Öjskog hat für hat für die Neon Cleptu Radioshow auf LYL Radio einen einstündigen Mix kreiert, der uns in tiefe wie obskure akustische Welten abtauchen lässt. Basierend auf minimalistischen, experimentellen sowie technoiden Klängen schafft Öjskog dabei eine faszinierende Atmosphäre, die zwischen Mystik und Melancholie oszilliert. Ein Mix, der sich allmählich entfaltet und unweigerlich in seinen Bann zieht.

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Abul Mogard & Rafael Anton Irisarri – Where Light Pauses in the Silence of the Sun

Abul Mogard & Rafael Anton Irisarri – Where Light Pauses in the Silence of the Sun

Abul Mogard und Rafael Anton Irisarri veröffentlichen mit Where Light Pauses in the Silence of the Sun ihre zweite gemeinsame LP. Ausgangspunkt war eine dreitägige Residency im Frühjahr 2025 im Berliner Morphine Raum. Dort entstand das Material in einem Prozess konzentrierter Improvisation, tastend, suchend, stets am Rand des Verstummens. Aus diesen flüchtigen Momenten formten die Künstler ein Rohgefüge, das sie anschließend getrennt voneinander sowie individuell weiterbearbeiteten. Diese räumliche und künstlerische Trennung setzt sich hörbar in den Komponenten der Musik fort, die zugleich verbunden und entrückt erscheinen. Das Ergebnis ist ein Klang von eigentümlicher Tiefe, in dem sich Zeit dehnt und verdichtet. So entfaltet sich eine Musik, die weniger erzählt als evoziert – cineastisch in ihrer Weite, emotional in ihrer stillen Intensität. An dieser Stelle der Eröffnungstrack In the Eastern Wild.

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Set zum Freitag #439 – Aksamit

Set zum Freitag #439 – Aksamit
Bild: © Fabio Perroni

Aksamit hat für Delayed einen fabelhaften Mix kreiert, der mittels einer feinfühligen wie versierten Auswahl an Tracks eine originelle, mitunter obskure Atmosphäre erzeugt. Dabei entfaltet sich ein Klangraum, der nicht mit Effekten prunkt, sondern mit Spannung sowie Subtilität arbeitet und seine Reize aus der allmählichen Verschiebung von Texturen und Tempi gewinnt. Über die gesamte Länge des Mixes entfaltet sich dabei eine elegante Dramaturgie einer Künstlerin, die ihre Referenzen kennt und sie mit sicherer Hand in eine eigene, leicht entrückte Sprache überführt.

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Tom Leclerc – A Brief Story of Slowness

Tom Leclerc – A Brief Story of Slowness

Mit A Brief Story of Slowness veröffentlicht Tom Leclerc ein Werk, das sich wie eine kontemplative Übung im Innehalten entfaltet – ein leiser, fast asketischer Akt des Beobachtens, bei dem die Zeit nicht vergeht, sondern sich ausdehnt. Die Musik folgt keiner Dramaturgie im herkömmlichen Sinne; sie tastet sich vielmehr voran, lauscht, verweilt, verliert sich im Detail und gewinnt gerade daraus ihre eigentümliche Intensität. Entstanden ist das Album hoch oben auf den Klippen der Côtes-d’Armor, vor einem weiten Panoramafenster, das den Blick auf das offene Meer freigibt. Diese topografische Offenheit scheint sich in den Klang eingeschrieben zu haben. Weite, Wind, Wolken über dem Wasser, das Kommen und Gehen der Gezeiten. Was bleibt, ist ein Nachhall, der weniger klingt als wirkt und sich dem Verstummen entzieht.

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Set zum Freitag #438 – Hüma Utku

Set zum Freitag #438 – Hüma Utku
Bild: © Landiva Weber

Im Rahmen einer Mercurial Cycles Episode für Refuge Worldwide hat die aus Istanbul stammende und in Berlin lebende Komponistin und Klangkünstlerin Hüma Utku einen verträumten wie unbehaglichen Mix kreiert. Mit einer sensiblen, vorsätzlich grenzüberschreitenden Kuration, die sich weder an Genrelogiken noch an konventionelle Dramaturgien bindet, entfaltet Utku dichte, atmosphärische Klangräume, in die es sich restlos verlieren lässt. Der Mix kreiert dabei fragile, nahezu körperlich spürbare Zustände zwischen Intimität und Unbehagen, in denen sich das Hören zu einer beinahe halluzinatorischen Erfahrung verdichtet. Neben ihrer Laufbahn als Musikerin hat Hüma Utku das Studium der Psychologie absolviert, dessen Einflüsse sie in ihre Werke bewusst einfließen lässt. Immer wieder durchziehen Fragen nach Wahrnehmung, Bewusstsein und emotionaler Resonanz ihre Arbeiten und verleihen ihnen eine konzeptuelle Tiefe, die über das rein Klangliche hinausweist.

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Sam Slater – Lunng

Sam Slater – Lunng

Der britische Klangkünstler, Komponist und Toningenieur Sam Slater hat mit Lunng ein cineastisches sowie intensives Album veröffentlicht. Es ist ein Werk, das weniger als Sammlung einzelner Stücke denn als durchkomponierte Klangarchitektur zu begreifen ist, in der sich akustische Fragmente, elektronische Texturen sowie Field Recordings zu einem dichten Gewebe verschränken. Slater, der zuvor unter anderem durch seine Arbeiten für Film und immersive Audioformate auffiel, operiert hier mit einer bemerkenswerten Präzision zwischen Kontrolle und kalkulierter Auflösung. Die Stücke entfalten eine eigentümliche Spannung, die sich aus der Reibung von organischer Unmittelbarkeit und technischer Kühle speist. Dabei bleibt Lunng stets von einer fast körperlich erfahrbaren Intensität durchzogen, die die Hörerinnen und Hörer weniger begleitet als vielmehr umschließt. Das Resultat ist gleichermaßen kompromisslos wie faszinierend.

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Set zum Freitag #437 – Natascha Kann

Set zum Freitag #437 – Natascha Kann
Bild: © Evie Shaffer

Mittels eines präzisen kuratierten Sets entwirft Natascha Kann für Bassiani eine ebenso subtile wie fesselnde Klangdramaturgie, die versiert zwischen House, Minimal und Techno oszilliert. Getragen von einem feinfühligen Gespür für Groove und Atmosphäre verdichtet sich der Mix zu einem beinahe tranceartigen Sog. Ein Set, das den Übergang ins Wochenende nicht nur begleitet, sondern ihn regelrecht zelebriert.

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