Octavian – Spaceman

Octavian – Spaceman

Nachdem Gaika bereits im Juli mit seinem Debütalbum Basic Volume einen zutiefst progressiven Sound offenbarte, rückt nun der nächste junge Künstler aus London ins Rampenlicht. Trotz schwieriger familiärer Verhältnisse verschaffte sich Octavian mittels Talent und Leidenschaft ein Stipendium an der renommierte BRIT School, welche zuvor schon von Amy Winehouse und Adele besucht wurde. Die inzwischen auf den Korridoren der Schule anscheinend zum Repertoire gehörenden Backflips und Gesangsübungen, schienen dem auf Individualität pochenden Künstler jedoch zu albern, so dass er die Schule nach einiger Zeit abbrach. Es folgten turbulente Jahre in Armut, ohne Arbeit, ohne eigene Wohnung. Die Wende brachte Octavians 2017 veröffentlichter Song Party Here, der ihm international zum Durchbruch verhalf. Drake feierte Octavian in den sozialen Medien, Virgil Abloh, Artistic Director von Louis Vuitton, der später auch das Cover für sein aktuelles Mixtape Spaceman designte, flog Octavian für Laufstegshows nach Paris, Mura Masa fragte nach einem Feature und Labels buhlten um die Unterschrift des jungen Künstlers. Octavian trifft auf bittersüße Weise den Sound des Zeitgeistes und kreiert zugleich, ähnlich wie Gaika, seinen eigenen Klangkosmos.

Im Februar wird Octavian für zwei Konzerte in Hamburg und Berlin sein. Das neue Video zu Lightning bietet einige Impressionen seiner Liveshow.

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Neo Rauch – Gefährten und Begleiter

Neo Rauch – Gefährten und Begleiter
© Lona • media

Die Filmemacherin Nicola Graef hat über einen Zeitraum von drei Jahren einen der bedeutendsten deutschen Maler seiner Generation begleitet und gibt uns mit dem Dokumentarfilm Neo Rauch – Gefährten und Begleiter einen Einblick in das Schaffen des sympathischen und scheuen Künstlers. Neo Rauch wird nicht nur bei der Arbeit im Atelier gezeigt, sondern gibt in langen Gesprächen ebenso Auskunft über seinen Zugang zur Kunst, deren figurativen Bilderwelten zeitlose, entrückende Szenen zeigen. Neben Neo Rauch selbst, kommen außerdem, wie der Titel bereits andeutet, Gefährten und Begleiter zu Wort. Hierzu zählen seine Frau und ebenfalls Künstlerin Rosa Loy, Sammler und Galeristen. Die Begegnungen kommen dabei nicht immer ganz ohne Komik aus. Mitten während einer Vernissage ein Treffen mit einem „Fan“ aufgehalst zu bekommen, kann schon mal für Irritationen sorgen. Die Dokumentation steht noch bis zum 23. Oktober in der arte Mediathek zur Verfügung.

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Set zum Freitag #44 – Woo York

Set zum Freitag #44 – Woo York

In der nächsten Woche wird die letzte Printausgabe des Groove Magazins in den Zeitungsläden erscheinen. Mit der 175. Ausgabe geht somit eine 29-jährige Ära zu Ende, in der das Magazin mit gut recherchierten Artikeln, Interviews, Studioberichten und Reviews einen bedeutenden Teil zur elektronischen Musik und Clubkultur beigetragen hat. Die Veränderungen in der Musikindustrie sowie die Digitalisierung der Medien führt nun also nach dem Intro Magazin, das sich unlängst aus der Printwelt verabschiedet hat, zu einer weiteren Einstellung eines Szenemagazins. Zum Jahresende folgt dann ebenso die letzte Ausgabe der Spex. In Anbetracht der immensen kulturellen Verdienste dieser Magazine können wir nun alle Trübsal blasen. Allerdings könnten wir uns auch fragen, wann wir zuletzt eines dieser Magazine in der Hand hatten. Eben. Dementsprechend hoffe ich, dass Spex und Groove sich die digitale Revolution konsequent zu Eigen machen und durch hochwertigen, progressiven Journalismus Kultur sowie Gegenkultur weiterhin eine Stimme verleihen. Um die Qualität des Groove Podcasts mache ich mir jedenfalls keine Sorgen. Das ukrainische Duo Woo York, welches mit Chasing The Dream im Mai ihr Debütalbum auf Afterlife veröffentlichten, spielten für den Podcast ein wieder mal wunderbar tiefes, hardwarebasiertes Set. Wer mehr über das Set sowie Woo York erfahren möchte, kann dies – online – im Interview zum Podcast.

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Rave

Rave

Das von dem Berliner Nachtleben inspirierte Modelabel NAKT und die Griessmühle haben zusammen den Versuch unternommen, ein Hauch des Zaubers der Technokultur in einem Kurzfilm zu transportieren. Verantwortlich für die filmische Umsetzung ist der Regisseur Arthur Valverde, der in Rave eine Gruppe junger Frauen die Berliner Subkultur reflektieren lässt.

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