Die kubistische Revolution

Die kubistische Revolution
Foto: Anonymous photographer, Armory Show, International Exhibition of Modern Art, The Cubist room (1913) via Wikimedia Commons

Anlässlich der Ausstellung Le cubisme, die im Pariser Centre Pompidou vom 17. Oktober 2018 bis 25. Februar 2019 zu sehen ist, zeigt arte die Dokumentation Picasso, Braque & Cie – Die kubistische Revolution. Im Fokus des Films stehen die beiden Künstler Pablo Picasso und Georges Braque, die in einer avantgardistischen Bewegung gemeinsam mit dem französischen Dichter und Schriftsteller Apollinaire sowie dem Kunsthändler Kahnweiler den Kubismus begründeten und somit die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutionierten. Der Beitrag steht noch bis zum 26. November in der arte Mediathek zur Verfügung.

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Set zum Freitag #46 – Martin Ka

Set zum Freitag #46 – Martin Ka

Im Oktober feierten Bordel Des Arts und das wohlbekannte Berliner Label Stil vor Talent im Salon Zur wilden Renate das frivole Leben. Für die musikalische Untermalung sorgte neben Stil vor Talent Label-Chef Oliver Koletzki persönlich, ein buntes Potpourri an Hauptstadt DJs. Auch mit dabei, der im Herzen Berlins aufgewachsene Martin Ka, welcher mit einer originellen Mixtur elektronischer Musik die Tanzfläche in Ekstase versetzte.

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Sound of Berlin

Sound of Berlin

Mit Sound of Berlin beleuchtet eine weitere Dokumentation die elektronischen Musikszene und Clubkultur der Hauptstadt. In Anbetracht der zahlreichen Filme und Bücher, die sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt haben, bietet der knapp einstündige Film zunächst keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse. Das muss er aber auch nicht unbedingt. Auch wenn es nicht viel Neues zu entdecken gibt, bietet Sound of Berlin mit den passenden Bildern und Gesprächspartnern kurzweilige, authentische Impressionen des Berliner Nachtlebens. Neben gut bekannten DJs und Produzenten wie Juan Atkins, Monolink, Mathias Kaden und Pan-Pot, kommen der Tresor-Gründer Dimitri Hegemann, Love Parade-Erfinder Dr. Motte und die Türsteherin Ekaterina zu Wort, die aus verschiedenen Perspektiven ihre Faszination für die Berliner Clubkultur näherbringen. Zudem wurde ein exklusiver Soundtrack von Marc Houle beigesteuert, der die Dokumentation zwischen den Gesprächsabschnitten abrundet.

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12.262 Meter Tiefe

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

Anfang der 1970er Jahre startete die Sowjetunion auf der sibirischen Halbinsel Kola ein ungeheuerliches Projekt. Um ein besseres Verständnis über das Erdinnere zu erlangen, beschlossen sowjetische Wissenschaftler Meter für Meter dem Mittelpunkt der Erde entgegenzubohren. Über 19 Jahre lang fraß sich der Bohrkopf durch Hunderte Tonnen von Gestein unaufhörlich in die Erdkruste, bis die Bohrarbeiten im Jahr 1992 offiziell eingestellt wurden. Mit 12.262 Metern Tiefe handelt es sich bei der Kola-Bohrung bis heute um das tiefste Loch der Erde. Auf dem Weg in die Tiefe machten die Forscher eine Reihe von unerwarteten Entdeckungen. So wurde eine mit Mondgestein nahezu identische Substanz gefunden, in fast sieben Kilometern Tiefe entdeckten die Forscher noch mikroskopisch kleine fossile Einzeller sowie auch unerwartet in tiefsten Regionen auf, aus Mineralien gepresstes, Kristallwasser gestoßen wurde. Ebenso sorgte die rapide ansteigende Temperatur für Erstaunen. Als der Bohrer im Jahr 1989 die Tiefe von 12.262 Meter erreichte, herrschten dort nicht wie angenommen 100, sondern 180 Grad Celsius, so dass die Bohrungen aufgrund technischer Schwierigkeiten abgebrochen werden mussten.

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

Etwa zur gleichen Zeit gerieten die ersten Gerüchte in den Umlauf. Bei einer Tiefe von 14 Kilometern sei der Bohrer auf einen Hohlraum gestoßen, in dem Temperaturen von 1100 Grad gemessen worden sein sollen. Ein in die Erde hinabgelassenes hitzeresistentes Mikrofon, hieß es weiter, habe unnatürliche Geräusche aufgenommen. Anfang der neunziger Jahre tauchte ein Audiofile der Aufnahmen im Internet auf. Diese wurden zunächst als Störgeräusche interpretiert, bis sich offenbarte, dass es sich um menschliche Schreie aus Tausenden gequälten Kehlen handle. Die Bohrung wurde eingestellt, das Loch mit einer Metallkappe versiegelt. Wurde etwa das Tor zur Hölle geöffnet? Für den texanischen Fernsehprediger R.W. Shambach war diese Erklärung jedenfalls die naheliegendste und die Legendenbildung um das Kola Superdeep Borehole nahm ihren Lauf.

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

Im Jahr 2016 besuchte der interdisziplinäre Künstler Dmitry Morozov, auch bekannt als ::vtol::, im Rahmen des Dark Ecology Festivals die übriggebliebenen Ruinen in der menschenleeren Weite der sibirischen Kola-Halbinsel und fand in den verlassen Gemäuern einen zurückgelassenen Lochstreifen, der den Ausgangspunkt seiner weiteren Arbeit darstellen sollte. Welche Informationen tatsächlich auf dem Lochstreifen enthalten sind, ist bis heute nicht geklärt. Anstatt die Informationen zu entschlüsseln – was anscheinend auch kaum möglich ist – zweckentfremdete Morozov den Nutzen der Daten für eine Klanginstallation. Mittels eines selbstgebauten digitalen Lesegeräts werden die Daten der Lochkarte in Sound konvertiert.

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

Dmitry Morozov – Kola Bohrung

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