Die britische Band Mount Kimbie hat auf ihrem letzten Album Love What Survives einen eigenwilligen Sound aus Electronic, Post-Punk und Krautrock gefunden. Nun erscheinen zwei Remix-EPs mit Neuinterpretationen von Marcel Dettmann, Gerd Janson, Ellen Allien und Nina Kraviz. Letztgenannte macht mit einem treibenden Remix von Blue Train Lines den Anfang.
Von der Madrider Musikszene seit den späten 80er Jahren beeinflusst, spielt der spanische Produzent und DJ Oscar Mulero abwechslungsreiche Sets basierend auf einem originellen Mix aus EBM und Techno. Im Rahmen der Boiler Room Session The Sound of Belgium stellt er seine musikalische Experimentierfreude sowie sein Gespür für atmosphärische Sets einmal mehr unter Beweis. Guter Kickoff fürs Wochenende.
Jean-Michel Basquiat at Area, New York, 1984, Courtesy Jennifer Goode
Das New York der 70er und frühen 80er Jahre war ein Schmelztiegel für Künstler und Freaks. Während die großen Stars mit Glitzer und Glamour zu Disco Musik dem Hedonismus im Studio 54 frönten, entwickelte sich im 1978 eröffneten Mudd Club in Lower Manhattan eine Untergrund Szene, die zu dem Sound von Punk, Post-Punk, Noise und New Wave feierte. Der Mudd Club war jedoch mehr als nur ein Nachtclub. Zahlreiche Veranstaltungen, Filmvorführungen, Ausstellungen und Performances ließen den Club schnell zu einer Institution werden, die die Party- und Kunstszene zusammenbrachte. Mittendrin Jean-Michel Basquiat, der im Club nicht nur feierte, sondern auch selbst auflegte oder mit seiner Band Gray live spielte. Die Musik sowie die Clubszene waren für den aufstrebenden Künstler zentrale Quellen der Inspiration. Konsequenterweise widmet die Schirn Kunsthalle in Frankfurt der aktuell laufenden Basquiat Ausstellung einen eigenen Soundtrack, der auf wunderbare Weise die Atmosphäre des New Yorker Undergrounds der 70er und frühen 80er Jahre einfängt.
An dieser Stelle sei auch noch einmal auf die sehenswerte Dokumentation Basquiat – Popstar der Kunstwelt hingewiesen, die noch bis 26.03.2018 in der arte Mediathek zur Verfügung steht.
Wer gefallen an schweren Kicks und Bass findet, sollte mal in AlignmentsNew World EP reinhören. Auf der B-Seite gibt es mit Virtual System einen Track, der es kompromisslos auf den Punkt bringt. Mehr bedarf es nicht.
Mit Billie Holiday veröffentlicht Trettmann das zweite Video aus seinem wunderbaren Album #DIY. Gemeinsam mit seinem Team von KitschKrieg zog Trettman durch Jamaica und kam mit monochromen Impressionen zurück. Und als Aperitif gibt es im Abspann schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf zukünftigen Sound. Wie immer auf den Punkt.
2013 startete die Partyreihe STAUB im ://about:blank. Das Konzept der Partyreihe ist ziemlich eigen. Gestartet wird mittags, mit einem Line-Up, das zuvor nicht bekannt ist. Aber es funktioniert, die Partyreihe hat sich erfolgreich etabliert und geht nun ins fünfte Jahr. Dies ist Anlass genug, ein raues Techno Set für den Groove Podcast abzuliefern.
Nach einer einjährigen Auszeit veröffentlicht David August mit DCXXXIX A.C. sein zweites Soloalbum. Das genau einstündige Album hält 24 Tracks bereit, von denen die meisten innerhalb eines Takes aufgenommen wurden. Die einzelnen Aufnahmen greifen Stück für Stück ineinander und schaffen eine entrückende Atmosphäre. Passend hierzu gibt es einen Videostream in voller Albumlänge, der verträumte Bilder zu tiefen Klanglandschaften liefert.