Am Freitag erscheint mit Scanning Backwards ein neues Album von Phase Fatale auf Ostgut Ton. Die Soundästhetik der insgesamt acht Tracks auf der LP ist laut eigener Aussage des amerikanischen Künstlers darauf zugeschnitten, Frequenzen zu liefern, die die Körper der Tänzerinnen und Tänzer auf Dancefloors durchdringen. Hierfür schafft Phase Fatale eine progressive Mischung aus Post-Punk und Techno, wie sie etwa im bereits erschienenen Track Binding by Oath zu hören ist.
Der multidisziplinäre Künstler Ojay Morgan hat unter seinem Pseudonym Zebra Katz mit Lousy und In In In die ersten beiden Tracks von seinem kommenden Projekt Moor veröffentlicht. Für die adäquate Visualisierung der Songs hat der schwedische Regisseur Daniel Wirtberg einen ziemlich schicken Kurzfilm gedreht, in dem Bilder und Musik fabelhaft einhergehen.
Für die zweite Episode der Into The Woods Mix Serie hat der in Los Angeles lebende DJ und Produzent Anshaw Black ein tiefschwarzes Electro Set gespielt. Für die, die mit Konfetti in das Wochenende starten möchten, ist das Set vermutlich nichts. Für alle anderen schon.
Bereits Ende letzten Jahres machte die Griessmuehle mit der Kampagne Save Our Spaces und einem dazu veröffentlichten Video auf die missliche Lage des bedeutenden Kulturstandorts in Neukölln aufmerksam. Nachdem schon in den letzten Jahren im Abstand von sechs Monaten nur befristete Mietverträge abgeschlossen werden konnten, läuft der aktuelle Mietvertrag nun zum 31.01.2020 aus und der Griessmuehle in der heutigen Form droht endgültig die Schließung. Wie so oft in Berlin scheint das alleinige Ziel der Eigentümer zu sein, das Gelände möglichst profitabel weiterzuverkaufen. Da alle Versuche der Kontaktaufnahme mit dem aktuellen Eigentümer sowie eventuellen Neueigentümern bisher scheiterten, besteht momentan auch nicht die Möglichkeit, einen weiteren Verbleib zu verhandeln. Somit ist die Gefahr groß, dass mit der Griessmuehle nicht nur ein weiterer Club in Berlin die Türen schließen muss, sondern damit auch der auf dem Gelände beheimatetet Plattenladen Latitude, das Bistro CC Neukölln, das Mobile Kino sowie ein renommierter Freiraum für Kunst und Kultur vor dem endgültigen Aus stehen. Detaillierte Infos zu der Situation gibt es direkt auf der Kampagnenseite Save Our Spaces, in einem Artikel der Groove oder auch im Tagesspiegel. Wer die Griessmuehle unterstützen möchte, kann sich an einer Petition beteiligen.
Der Londoner Produzent Forest Drive West hat mit Parallel Space eine neue EP auf Echochord herausgebracht, die mit dezentem Groove und eingängigen Dub-Chords verträumte Klanglandschaften bildet. Wenngleich es sich in die ersten drei Tracks leicht verlieren lässt, ist das Highlight der EP dennoch der Parallel Space Remix des niederländischen Produzenten Conforce. Mit klassischen Dub-Techno-Elementen schafft Conforce einen tiefen sowie hypnotischen Track.
Seit den späten 80er Jahren hat DJ Pete, auch bekannt als Substance, die Berliner Techno-Szene maßgeblich mitgeprägt und bringt bis heute regelmäßig Clubs zum Tanzen. Für den Podcast der Wax Treatment Partyreihe hat er nun einen wunderbar atmosphärischen Mix zusammengestellt, der uns geradewegs ins Wochenende trägt.
Während uns aus Australien apokalyptische Bilder erreichen und die beispiellosen Buschbrände, ähnlich wie die Klimakriese an sich, ziemlich apathisch zur Kenntnis genommen werden, versuchen eine Reihe an Künstlerinnen und Künstler, zumindest im Rahmen ihrer Möglichkeiten, positiv auf die Ereignisse einzuwirken. Auch wenn damit keine Lösungen der zugrundeliegenden Probleme einhergehen, ist der Versuch, dem ganzen etwas entgegenzusetzen, nicht verkehrt. So haben etwa Produzenten wie Lou Karsh, Logic 1000 und DJ Plead EPs veröffentlicht, dessen Erlöse an Organisationen wie First Nations Fire Relief Fund, NSW Rural Fire Service und Victorian Bushfire Appeal gehen. Auch der australische Produzent Mall Grab hat mit Don’t Keep the Fire Burning vier neue Tracks veröffentlicht, die auf die Katastrophe Aufmerksam machen sollen und dessen Erlöse an den NSW Rural Fire Service gespendet werden.