Bild: Nakagin Capsule Tower im tokioter Stadtteil Ginza, Nina Geometrieva • CC BY-NC-ND 4.0
Ein neues Feature des Residents Advisors gibt einen kurzweiligen Einblick in die japanische Kultur und elektronische Musikszene. Gemeinsam mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern erkundet Japan City Guides Clubs, Plattenläden, Restaurants und Kieze. In vier Episoden werden die japanischen Städte Tokio, Sapporo, Nagoya sowie Kyoto und Osaka besucht. Die Kurzdokumentationen verfehlen nicht ihre Wirkung und sorgen für eine ordentliche Portion Fernweh.
Deichkind meldet sich zurück. Thematisch geht’s um richtig gutes Zeug und das trifft gleichermaßen auf die neue Single sowie dem dazugehörigen Video zu, in dem Kryptik Joe, DJ Phorno/La Perla und Porky gemeinsam mit Lars Eidinger einen drauf machen. Warum nicht.
DJ Nobu hat sein 2012 im Unit Club in Tokio gespieltes Set veröffentlicht. Zu hören gibt es zwei Stunden avantgardistischen, hypnotischen Techno, der uns tief in den Soundkosmos des japanischen DJs eintauchen lässt.
Im Dezember 2017 eröffnete im ehemaligen DDR-Funkhaus in der Berliner Nalepastraße das Monom. Als Zentrum zur Erfahrung von räumlichem Sound verschafft das Monom den Besucherinnen und Besuchern eine außergewöhnliche Klangerfahrung, die eine neue Dimension des Hörens offenbart. Verantwortlich für das zuvor nicht gekannte Erlebnis des räumlichen Hörens ist der niederländische Komponist und Erfinder Paul Oomen, der mit 48 im Raum verteilten Lautsprechern und 9 unter dem Boden angebrachten Subwoofern ein einmaliges 4D-Soundsystem konstruierte, das akustische Landschaften gestaltet, in denen sich die Hörerinnen und Hörer frei bewegen können, um unmittelbar eine physische Klangumgebung zu erfahren. Im Rahmen des CTM Festivals 2019 konnten eine Reihe an Performances, Klanginstallationen und Soundskulpturen im Monom bewundert werden. Auch wenn dies den eigenen Besuch nicht ersetzt, vermitteln einige Impressionen, die das FACT Magazine auf dem CTM Festival festgehalten hat, einen ersten Eindruck.
Anfang Mai erscheint mit Ecstatic Computation ein neues Album der italienischen Komponistin Caterina Barbieri. Barbieri verfolgt einen minimalistischen, modularen Ansatz, der die Schnittstelle zwischen künstlicher Intelligenz und menschlicher Wahrnehmung auslotet. Beide Faktoren des Ansatzes spiegeln sich auch im Albumtitel wider, der die ekstatische Computation postuliert.
„Computation is turned from being a formal, automatic writing technique into a creative, psychedelic practice to generate temporal hallucinations. A state of trance and wonder where the perception of time is distorted and challenged.“
Die insgesamt sechs Tracks umfassende LP wird am dritten Mai veröffentlicht. Der Eröffnungstrack Fantas gibt einen ersten Vorgeschmack.
Der aus Lagos stammende Musiker und Künstler Santi hat mit Sparky eine neue Single veröffentlicht. Wie schon zu seinen Tracks Rapid Fire und Freaky führte Santi auch für das Video zu Sparky eigenständig Regie. Der Sound des aufstrebenden Künstlers geht aus einer feinen Mixtur aus Nigerian Funk, Afrobeats, R&B und Trap Elementen hervor. Sowohl Santis Sound als auch die visuelle Ästhetik steht für die progressive, urbane Jugend Nigerias, deren kulturelles Schaffen nur so vor Kreativität strotzt. Mit der sogenannten „alté scene“ entwickelte sich in den letzten Jahren eine nigerianische Subkultur, zu der neben Santi auch Musiker wie Odunsi und Zamir sowie eine Reihe an weiteren Freigeistern, Künstlern und Kreativen zählen, deren Werke zukünftig für weiteres Aufsehen sorgen dürften.
Die beiden italienischen Brüder Amedeo und Matteo Giovanelli, besser bekannt als Mathame, haben eine weitere Single auf Afterlife veröffentlicht. Das Klangbild von Skywalking reiht sich mit melodischen Synths und hypnotischer Atmosphäre nahtlos in den hochqualitativen Output des Labels ein. Obendrauf gibt es mit Departure eine Kollaboration mit den Labelgründern von Tale of Us selbst. Beide Tracks dürften Tanzflächen mit ihrer romantischen Dark Disco Ästhetik in Ekstase versetzen.