Mit Hell Bent hat Flohio ihren ersten neuen Song in diesem Jahr veröffentlicht. Auf einem Instrumental von JD Reid knüpft die, in Lagos geborene und ab dem achten Lebensjahr südlich der Themse im Londoner Stadtteil Bermondsey aufgewachsene, Rapperin nahtlos an die Qualität ihrer früheren Songs an. Nach der Debüt-EP Nowhere Near und Zusammenarbeiten mit God Colony, L-Vis 1990 und Modeselektor gibt es nun einen weiteren pumpenden wie poetischen Track, zu dem der Videokünstler Duncan Loudon die passenden Bilder kreierte.
Kangding Ray hat für den R-Imprint Podcast ein einstündiges Set aufgenommen, in dem der Künstler es abermals vermochte, eine außergewöhnliche Vermählung von rhythmischem Techno, komplexen Texturen und innovativem Sounddesign zu kreieren.
Adekunle Gold hat mit Kelegbe Megbe einen avantgardistischen Afropop Track veröffentlicht, dessen Klangbild von der Afrobeat Legende Fela Kuti inspiriert wurde und somit auch als Hommage an Nigerias Highlife Szene betrachtet werden kann. Unterstützt wird die warme Atmosphäre des Songs durch fabelhafte Bilder des nigerianischen Filmemachers Clarence Abiodun Peters, der dem avantgardistischen Sound noch eine Priese Afrofuturismus hinzufügte. Ziemlich rund das Ganze.
Mit der am Freitag erschienen Single In The Garden hat Trentemøller sein erstes Album seit drei Jahren angekündigt. Obverse, so der Albumtitel, wird am 27. September erscheinen und neben In The Garden auch den im Mai veröffentlichten Song Sleeper enthalten. Wie schon zu Sleeper hat Trentemøller auch zu In The Garden ein in Eigenregie kreiertes Video veröffentlicht. Das Album sollte zunächst ein reines Instrumental Album werden. Während der Schaffensphase entwickelten die Songs jedoch, insbesondre auch durch verschiedene Kollaborationen, eine Eigendynamik, so dass aus den auf Synthesizern basierenden Instrumentals atmosphärischer Dream Pop resultierte. So auch bei In The Garden, dessen Instrumental durch Lina Tullgrens Gesang abgerundet wurde.
Boris Brejcha hat für Cercle in dem, für die Weltausstellung 1900 errichteten, Grand Palais in Paris ein zweistündiges Set mit ausschließlich eigenen Songs gespielt. Melodiöser Techno mit dem es sich gelöst ins Wochenende starten lässt.
Der in São Paulo lebende Künstler Roniere Santos, auch bekannt als RHR, hat mit Nocturnal Fear eine neue EP veröffentlicht. Während einige Passagen der Platte, wie der atmosphärische und minimalistisch gehaltene Track 2303, einen technoiden Charakter aufweisen, sind andere Tracks, wie etwa Fluxo, eher Electro angehaucht. So oder so eine runde EP, auf der RHR mit Vocoder und analogem Sounddesign seinen eigenen Stil gefunden hat.
Project Apollo Archive, AS11-40-5903, Apollo 11 Hasselblad image from film magazine 40/S – EVA
Am 16. Juli 1969 starteten die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins im Rahmen der Apollo 11 Mission mit einer Saturn-V-Rakete von Cape Canaveral zur ersten bemannten Mondlandung. Fünf Tage später, am 21. Juli 1969 (UTC), ist es Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betritt und somit die Grenzen des Machbaren neu definierte. Die Bilder und Worte, die die Erde vom Mond erreichten, brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit ein und sind bis heute ein Symbol für die menschliche Schaffenskraft.
Nahezu 50 Jahre nach dem historischen Ereignis ermöglicht das Webprojekt Apollo 11 – In Real Time die erste Reise zum Mond mit Originalmaterial nachzuvollziehen. Die Seite hat tausende Stunden Audiomaterial, Filmmaterial, Fotos, Transkriptionen und weitere Informationen synchronisiert und stellt viele der Materialien zum ersten Mal der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Konzept des Projekts, die notwendige Recherche sowie die Aufbereitung der Materialien wurden maßgeblich von dem NASA Mitarbeiter Ben Feist vorangetrieben. In einem Interview mit Collectspace erklärt Feist: „You can just let the mission unfold in front of you. However, if you choose to dig in, it’s the most deep and wide rabbit hole of information I could muster”. Wer sich also in originalen Bildern und Funksprüchen der ersten bemannten Mondlandung verlieren möchte, findet auf Apollo 11 – In Real Time eine außergewöhnliche Menge an Material.
Und da es an dieser Stelle so gut passt, sei auch auf Brian Enos neue Version des erstmals 1983 erschienenen Albums Apollo: Atmospheres & Soundtracks hingewiesen. Ursprünglich für Al Reinerts Dokumentationsfilm For All Mankind komponiert, nimmt Brian Eno das 50. Jubiläum der Mondlandung zum Anlass eine erweiterte Edition des Ambient Klassikers am 19. Juli dieses Jahres zu veröffentlichten. Zu dem neuen Titel Like I Was A Spectator erschien bereits ein Video, das auf Filmaufnahmen der NASA basiert.