
Am Freitag veröffentlichte Nicole Moudaber ihre neuste EP Seeing It Through. Die drei Tracks umfassende EP erschien auf Moudabers hauseigenen Label Mood Records und überzeugt mit straighten, atmosphärischen Techno.

Am Freitag veröffentlichte Nicole Moudaber ihre neuste EP Seeing It Through. Die drei Tracks umfassende EP erschien auf Moudabers hauseigenen Label Mood Records und überzeugt mit straighten, atmosphärischen Techno.

Nach über drei Jahren hat die britische Ausnahmekünstlerin FKA twigs mit Cellophane mal wieder eine eigene Single veröffentlicht. Unterstützt wird die Musik durch ein ästhetisches Video, das von dem Regisseur Andrew Thomas Huang, der zuletzt auch mit Björk zusammenarbeitete, umgesetzt wurde und FKA twigs Interpretation von Gesang und Tanz eindrucksvoll visualisiert. Ob und wann auf die Single ein Album folgen wird, ist noch nicht bekannt.

Letzte Woche lud Bordel Des Arts abermals in die Wilde Renate ein, wo N.E.O. – auch bekannt als Annie O – ihr Debütset auf der frivolen Partyreihe zum Besten gab. Während Annie O gerne mit einer bunten Mischung aus Funky Electro, Nu Disco und Electro Swing die Tanzflächen ungeniert in gute Laune versetzt, spielt sie unter ihrem Alter Ego N.E.O. eher tiefere Sets. Dieses jedoch mit der gleichen Intensität und Leidenschaft, wie der knapp zwei stündige Mitschnitt aus dem roten Raum der Wilden Renate offenbart.

Im März erschien unter dem Pseudonym Dis Fig das Debütalbum der in New Jersey geborenen und inzwischen in Berlin lebenden Künstlerin Felicia Chen. Der auf dem New Yorker Label PTP veröffentlichten LP liegt eine unerbittliche Ästhetik zu Grunde. Vollends kompromisslos schlingert Purge zwischen schonungslosen, brutalen Instrumentals und beschwörenden Vocals am Rande des Wahnsinns. Im Rahmen der zweiten Vaagner Label Night spielt Dis Fig heute live im OHM.

Der 2018 in Johannesburg verstorbene südafrikanische Jazzmusiker Hugh Ramapolo Masekela erklärte einst, es gebe seit jeher keine politische Demonstration, bei der Musik nicht die Hauptrolle spiele und trug mit Trompete, heiserer Stimme und Songs wie Bring Him Back Home – gemeint war der auf Robben Island inhaftierte Nelson Mandela – maßgeblich zum Soundtrack gegen das Apartheideregime bei. Musik nahm in der Anti-Apartheid-Bewegung, ob national oder auch international, mit dem Höhepunkt des Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Konzerts am 11. Juni 1988 im Londoner Wembley-Stadion, eine zentrale Rolle ein. Eine ständige Präsenz im Alltag der unterschiedlichen Gesellschaften hielt die Debatte um die Apartheid am Laufen und steigerte kontinuierlich den Druck auf das Regime. Musik war das Instrument des Widerstandes. Bemerkenswert ist hierbei, wie vielfältig die Anti-Apartheid-Bewegung geklungen hat, wie unterschiedlich die Songs und Genres sowie das Spektrum der beteiligten Künstler war. Während einige Lieder über Südafrikas Grenzen hinaus an Bekanntheit erlangt haben, die zum Teil bis heute noch anhält, haben andere Genres weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Zu den letzteren gehört auch der in den 80er Jahren in Südafrika entstehende und auf Funk, Vocals und Synths basierende Bubblegum. In einer Kurzdokumentation, geht der Resident Advisor nun der Frage nach, inwiefern South African Dance Music wie Bubblegum, Afrosynth und später Kwaito den Widerstand gegen das rassistische Regime inspirierte und dazu beitrug, sich den Repressionen zu widersetzen.

Acht Jahre nach seiner letzten LP Thora Vukk erscheint im Juni mit Venq Tolep ein neues Album des aus Jena stammenden DJ und Produzenten Robag Wruhme. Der Titeltrack gibt einen ersten Vorgeschmack und bietet zudem einen zwanglosen Sound zum Ausklang der Ostertage.
Sabine Hoffmann, Gründerin von Frauengedeck, passionierte DJ und fester Bestandteil des Berliner Nachtlebens, hat für die finnische Radiosendung Deep Space Helsinki einen fabelhaft tiefen Mix aus ihren Platten extrahiert, welcher uns mit teils ambienten, teils treibenden Passagen knapp zwei Stunden auf die Reise schickt.