Night Fever – Design und Clubkultur

Night Fever – Design und Clubkultur
Walter Van Beirendonck, Modenschau der Kollektion Wild & Lethal Trash (W.&L.T.) für Mustang Jeans, Herbst / Winter 1995/96 Foto: Dan Lecca / Mit freundlicher Genehmigung von Mustang Jeans.

Clubs haben eine eigene Magie. Nicht selten sind sie die Epizentren künstlerischer und gesellschaftlicher Entwicklungen und schaffen Freiräume, in denen gesellschaftliche Normen in Frage gestellt werden, unterschiedlichste Menschen zusammenkommen und Neues entstehen kann. In Anbetracht der Bedeutung des Nachtlebens für Jean-Michel Basquiat, widmete erst kürzlich die Schirn Kunsthalle in Frankfurt dem Künstler einen eignen Soundtrack. Das Vitra Design Museum untersucht nun in einer Ausstellung die Einflüsse von Clubkultur auf Design, Architektur und Mode. Beginnend mit Nachtclubs der 1960er Jahre, wie etwa dem in New York ansässigen Electric Circus oder dem Space Electronic in Florenz, zeigt die Ausstellung den subkulturellen Freigeist, der weit über die Clubkultur hinaus seine Schaffenskraft entfaltete. Parallel zur Disco-Bewegung und dem Studio 54 bildete sich in den 70er und frühen 80er Jahren im Mudd Club eine Gegenkultur, die aufstrebenden Künstlern wie Keith Haring oder dem bereits erwähnten Jean-Michel Basquiat neue Möglichkeiten boten. Später schwappen House und Techno von Clubs aus Chicago und Detroit nach Europa und bilden einen weiteren Mosaikstein für die Berliner Clubszene der frühen 90er Jahre. Nach dem Fall der Mauer bot die Stadt reichlich urbane Freiräume, in denen Clubs wie Ufo, Bunker oder Tresor ihren Platz fanden und die Stadt bis heute nachhaltig geprägt haben. Die Ausstellung bietet den Besuchern eine historische Reise durch die Clubkultur und versucht die daraus hervorgehende Kreativität und Faszination zu fassen. Night Fever – Design und Clubkultur kann noch bis zum 9. September 2018 im Vitra Design Museum besucht werden.

Night Fever – Design und Clubkultur
Club Space Electronic, Florenz, 1971. Gestaltung: Gruppo 9999. Foto: Carlo Caldini, © Gruppo 9999
Night Fever – Design und Clubkultur
Palladium, New York, 1985. Architekt: Arata Isozaki, Wandbild von Keith Haring. © Timothy Hursley, Garvey|Simon Gallery New York
Night Fever – Design und Clubkultur
Gäste im Studio 54, New York, 1979. © Bill Bernstein, David Hill Gallery, London
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Hasse Persson, Calvin Klein Party, 1978. © Hasse Persson
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Bill Bernstein, Tanzfläche im Xenon, New York, 1979. © Bill Bernstein / David Hill Gallery, London
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DJ Larry Levan in der Paradise Garage, New York, 1979. © Bill Bernstein, David Hill Gallery, London
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Tanzfläche in der Paradise Garage, New York, 1978. © Bill Bernstein, David Hill Gallery, London
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Trojan, Nichola und Leigh Bowery im Taboo, 1985. © Dave Swindells
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Musa N. Nxumalo, Wake Up, Kick Ass and Repeat!, Fotografie aus der Serie 16 Shots, 2017. © Musa N. Nxumalo / Mit freundlicher Genehmigung der SMAC Gallery, Johannesburg.
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Innenansicht des Tresor, Berlin, 1996/97 © Gustav Volker Heuss
Night Fever – Design und Clubkultur
Akoaki, mobile DJ-Kanzel, The Mothership, Detroit, 2014. © Anya Sirota und Jean Louis Farges, in Zusammenarbeit mit Bryce Detroit

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