Octavian – Spaceman

Octavian – Spaceman

Nachdem Gaika bereits im Juli mit seinem Debütalbum Basic Volume einen zutiefst progressiven Sound offenbarte, rückt nun der nächste junge Künstler aus London ins Rampenlicht. Trotz schwieriger familiärer Verhältnisse verschaffte sich Octavian mittels Talent und Leidenschaft ein Stipendium an der renommierte BRIT School, welche zuvor schon von Amy Winehouse und Adele besucht wurde. Die inzwischen auf den Korridoren der Schule anscheinend zum Repertoire gehörenden Backflips und Gesangsübungen, schienen dem auf Individualität pochenden Künstler jedoch zu albern, so dass er die Schule nach einiger Zeit abbrach. Es folgten turbulente Jahre in Armut, ohne Arbeit, ohne eigene Wohnung. Die Wende brachte Octavians 2017 veröffentlichter Song Party Here, der ihm international zum Durchbruch verhalf. Drake feierte Octavian in den sozialen Medien, Virgil Abloh, Artistic Director von Louis Vuitton, der später auch das Cover für sein aktuelles Mixtape Spaceman designte, flog Octavian für Laufstegshows nach Paris, Mura Masa fragte nach einem Feature und Labels buhlten um die Unterschrift des jungen Künstlers. Octavian trifft auf bittersüße Weise den Sound des Zeitgeistes und kreiert zugleich, ähnlich wie Gaika, seinen eigenen Klangkosmos.

Im Februar wird Octavian für zwei Konzerte in Hamburg und Berlin sein. Das neue Video zu Lightning bietet einige Impressionen seiner Liveshow.

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Set zum Freitag #44 – Woo York

Set zum Freitag #44 – Woo York

In der nächsten Woche wird die letzte Printausgabe des Groove Magazins in den Zeitungsläden erscheinen. Mit der 175. Ausgabe geht somit eine 29-jährige Ära zu Ende, in der das Magazin mit gut recherchierten Artikeln, Interviews, Studioberichten und Reviews einen bedeutenden Teil zur elektronischen Musik und Clubkultur beigetragen hat. Die Veränderungen in der Musikindustrie sowie die Digitalisierung der Medien führt nun also nach dem Intro Magazin, das sich unlängst aus der Printwelt verabschiedet hat, zu einer weiteren Einstellung eines Szenemagazins. Zum Jahresende folgt dann ebenso die letzte Ausgabe der Spex. In Anbetracht der immensen kulturellen Verdienste dieser Magazine können wir nun alle Trübsal blasen. Allerdings könnten wir uns auch fragen, wann wir zuletzt eines dieser Magazine in der Hand hatten. Eben. Dementsprechend hoffe ich, dass Spex und Groove sich die digitale Revolution konsequent zu Eigen machen und durch hochwertigen, progressiven Journalismus Kultur sowie Gegenkultur weiterhin eine Stimme verleihen. Um die Qualität des Groove Podcasts mache ich mir jedenfalls keine Sorgen. Das ukrainische Duo Woo York, welches mit Chasing The Dream im Mai ihr Debütalbum auf Afterlife veröffentlichten, spielten für den Podcast ein wieder mal wunderbar tiefes, hardwarebasiertes Set. Wer mehr über das Set sowie Woo York erfahren möchte, kann dies – online – im Interview zum Podcast.

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Set zum Freitag #43 – Marie Davidson

Set zum Freitag #43 – Marie Davidson

Nachdem Anfang Oktober Marie Davidsons Album Working Class Woman veröffentlicht wurde, beschert sie uns nun mit einem Mix für das Dazed Magazin einen furiosen Start in das Wochenende. Ganz ungezwungen stellt Marie Davidson ein Potpourri ihrer Lieblingslieder zusammen und nimmt uns mit auf eine Reise durch verschiedenste musikalische Epochen und Genres.

„I think it’s a very fun mix. I decided to treat myself in this mix, to do something fun. There’s a lot of music that I like from the last four decades, and a few fresh cuts from some of my friends. I trust my instincts that if I had that much fun making it, other people will have fun listening to it!“ – Marie Davidson über ihren Mix im Dazed-Interview

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