Deep Web

Deep Web
Foto: Ralph Larmann, Deep Web, CTM Festival 2016

Die multidimensionale audiovisuelle Raumskulptur Deep Web von Christopher Bauder und Robert Henke kehrt in das Kraftwerk Berlin zurück. Vom 12. Juli bis zum 23. August kann erneut die großformatige Lichtinstallation in der imposanten Industriearchitektur des Kraftwerks besucht werden. Mittels Lasern und motorisierten Kugeln zeichnet Lichtkünstler Christopher Bauder amorphe Skulpturen aus animierten Lichtlinien, welche in die musikalischen Kompositionen Robert Henkes eingebettet werden. Nach dem CTM Festival 2016 und der Fête des Lumières in Lyon im gleichen Jahr ist Deep Web nun zum dritten Mal für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

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Zone

Zone

Am Freitag findet im Berghain die kollaborative Performance Zone statt, die durch Tanz, Musik und Live Visuals die Besucherinnen und Besucher in einen ekstatischen Zustand versetzen soll. Angelehnt ist die Performance an einem im Kreis praktizierten antiken, islamischen Tanz, welcher ritualistisch in Form von zirkulierenden repetitiven Bewegungen ausgeübt wird. Durch das Zusammenspiel von zwanzig Tänzerinnen und Tänzern, einem originellen Sounddesign von Dasha Rush und einer darauf abgestimmten Lichtinstallation sowie der dominanten Architektur des Berghains wird das Publikum, so der Plan, in einen spirituellen Geisteszustand versetzt. So weit, so gut. Auf der Seite von Zone gibt es weitere Informationen zu dem Projekt. Der Teaser vermittelt eine erste Idee.

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Sad Colours Of Ocean

Sad Colours Of Ocean

Laut einer Studie der Ellen MacArthur Foundation könnte im Jahr 2050 die Menge an Plastik im Meer die Menge der Fische übersteigen. Auch wenn sich diese These letztlich nicht beweisen lässt, da es keine exakten empirischen Daten darüber gibt, wie viel Kunststoffmüll und wie viele Fische aktuell tatsächlich in den Meeren schwimmen, sollte klar sein, dass mit über 10 Millionen Tonnen Plastikmüll, die jährlich in den Weltmeeren landen, etwas gehörig schiefläuft. Ebenso steht außer Frage, dass die Verschmutzung der Meere katastrophale Folgen für das Ökosystem mit sich bringen wird. Selbst der in einem entlegenen Teil des Pazifiks gelegene Marianengraben, mit etwa 11.000 Metern der tiefste Punkt des Ozeans, entgeht nicht der gravierenden Verschmutzung der Meere. Die russische Fotografin Julia Potato hat sich dem Thema mittels ihrer eigenen Mikroperspektive angenähert und in ihrer Serie Sad Colours Of Ocean Plastikteile abgelichtet, die sie an den Stränden Teneriffas aufgefunden hat – schaudererregend schick.

Sad Colours Of Ocean
Sad Colours Of Ocean
Sad Colours Of Ocean
Sad Colours Of Ocean
Sad Colours Of Ocean
Sad Colours Of Ocean
Sad Colours Of Ocean

(Bilder: Julia PotatoCC BY-NC-ND 4.0)

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Nya

Nya

Ein paar schicke, meditative Bilder zum Wochenanfang. Der Filmemacher Luke Paige hat in seinem Kurzfilm Nya, dessen Titel auf das äthiopische Model Nya Gatbel zurückgeht, die Ästhetik und Ruhe der isländischen Landschaft eingefangen.

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Das schwarze Modell

Das schwarze Modell
Frédéric Bazille (1841-1870), Negerin mit Pfingstrosen, 1870, Öl auf Leinwand, 60,5 x 75,4 cm, Montpellier, Musée Fabre via Wikimedia Commons

Wenngleich schwarze Modelle in der Moderne gerne auf Bildern verewigt wurden, so blieben sie doch zumeist namenlos und fanden in der Kunstgeschichte kaum Beachtung. Diesem möchte nun das Pariser Musée d’Orsay entgegentreten und zeigt noch bis zum 21. Juli 2019 die Ausstellung Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse. Im Rahmen aufwendiger Recherchen suchten die Kuratorinnen und Kuratoren nach den Identitäten der schwarzen Bildmodelle, um die historischen Werktitel durch ihre Namen zu ersetzen und sie somit aus der Anonymität herauszulösen. So wurde etwa Edouard Manets 1863 entstandenes Gemälde Olympia, das eines der Hauptwerke des französischen Malers darstellt und im Pariser Salon nicht nur einen Skandal auslöste, sondern auch als wegbereitend für die moderne Kunst gilt, nach der Frau umbenannt, die als schwarze Magd im Hintergrund des Bildes zu sehen ist: Laure.

Das schwarze Modell
Edouard Manet (1832-1883), Originaltitel: Olympia, Umbenannt in: Laure, 1863, Öl auf Leinwand, 130 x 190 cm, Paris, Musée d’Orsay via Wikimedia Commons

Der Ausstellung liegt ein multidisziplinärer Ansatz zugrunde, der sich zwischen Kunst- und Ideengeschichte bewegt und Fragen nach ästhetischen, politischen, sozialen und ethnischen Problematiken und Motiven stellt. Insbesondere soll dabei die Bedeutung der Modelle und deren Wahrnehmung beleuchtet werden sowie welchen Einfluss sie auf die visuellen Künste hatten. Die Umbenennung der Werke setzt dabei ein Zeichen gegen Rassismus und stereotype Abbildungen. Die veränderte Wahrnehmung der Modelle offenbart auch ein Gemälde der französischen Malerin Marie Guillemine Benoist. Das um 1800 geschaffene Werk trug zunächst den Titel „Bild einer Negerin“, wurde nachdem es im Louvre ausgestellt wurde in „Portrait einer schwarzen Frau“ umbenannt und heißt nun im Rahmen der Ausstellung – nach dem Namen der abgebildeten Frau – „Portrait de Madeleine“.

Das schwarze Modell
Marie Guillemine Benoist (1768-1826), Originaltitel: Bild einer Negerin, Umbenannt in: Portrait de Madeleine, 1800, Öl auf Leinwand, 81 x 65 cm, Paris, Musée du Louvre via Wikimedia Commons

Mit 300 Exponaten geht die Ausstellung den Namen und Geschichten einer Vielzahl von Modellen nach und eröffnet eine neue Perspektive auf Werke von der Abschaffung der Sklaverei in Frankreich über die Periode der Neuen Malerei bis hin zur Entdeckung der Neugeburt von Harlem durch Matisse und die Behandlung des Themas durch die frühe Avantgarde des 20. Jahrhunderts sowie die nachfolgenden Künstlergenerationen der Nachkriegszeit und Gegenwart.

Das schwarze Modell
Frédéric Bazille (1841-1870), Die Toilette, 1870, Öl auf Leinwand, 130 x 128 cm, Montpellier, Musée Fabre via Wikimedia Commons

Ein kurzer Beitrag von arte gibt einen Einblick in die Ausstellung und lässt die Kuratorin Isolde Pludermacher sowie die Museumsleiterin Cécile Debray zu Wort kommen.

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The Price of Everything

The Price of Everything
Tasche aus der Louis Vuitton Kollaboration mit dem New Yorker Künstler Jeff Koons.

Wenn bei einer Sotheby’s-Auktion ein zerschreddertes Werk von Banksy für über eine Millionen Pfund versteigert wird oder das vermeintlich von Leonardo da Vinci gemalte und aktuell vermisste Gemälde Salvator Mundi bei Christie’s für 450 Millionen Dollar den Besitzer wechselt, stellt sich schonmal die Frage nach dem Preis. Der Dokumentarfilm The Price of Everything von Nathaniel Kahn geht dieser Frage nach und beleuchtet das Zusammenspiel der mannigfaltigen Faktoren des Kunstmarktes. Gespräche mit Künstlern, Kuratoren, Galeristen, Sammlern und führenden Köpfen von Auktionshäusern geben einen kurzweiligen Einblick in den Kunstbetrieb und schaffen eine Idee von ineinandergreifenden Mechanismen, die den finanziellen Wert der Kunst bestimmen.

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