Zaïre Space Program

Zaïre Space Program

Das international verankerte Kollektiv Moonshine hat in Zusammenarbeit mit dem kongolesischen Regisseur Nizar Saleh Mohamed und dem ebenfalls in Kinshasa beheimateten Künstler Farata einen afrofuturistischen Kurzfilm kreiert. Zaïre Space Program zeigt Farata kostümiert in Alltagssituationen der kongolesischen Hauptstadt, mit der Absicht traditionelle Kultur mit technologischen sowie utopischen Perspektiven zu verknüpfen. Der Soundtrack hierfür stammt von Bamao Yendé, dessen Single Ginseng Teil eines Mixtapes sein wird, das die Moonshine Klangwelt repräsentieren soll und unterschiedliche Genres wie Afrobeats, Electro und Funk vereint.

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Alva Noto – Hadron Prototype

Alva Noto – Hadron Prototype

Der bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat unter seinem Pseudonym Alva Noto auf dem letztjährigen A L’Arme Festival die Premiere von seiner audiovisuellen Performance Hadron Prototype gefeiert. Den aktuellen Gegebenheiten entsprechend fand das A L’Arme Festival 2020 für die Besucherinnen und Besucher im virtuellen Raum statt, die im Rahmen einer Video Edition eine kuratierte Auswahl von Acts aus den Bereichen Avantgarde-Jazz, Experimentalmusik und Kunst bekommen haben. Die Videos der einzelnen Performances sind nach wie vor auf der Homepage zu finden und es lohnt sich vorbeizuschauen. Hierzu gehört auch die Performance von Alva Noto, der mit Hadron Prototype eine minimalistische Klangkulisse geschaffen hat, die mit halluzinatorischen Visualisierungen einhergeht.

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Berlin Global

Berlin Global
© Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Alexander Schippel

Ab Januar 2021 wird im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums die Ausstellung Berlin Global zu sehen sein. Das Ziel der Ausstellung ist es, die wechselseitigen Einflüsse, die Berlin und die Welt aufeinander hatten, erfahrbar zu machen. Dieses komplexe Beziehungsgeflecht von Stadt, Menschen und Ereignissen, die sich gegenseitig auf Berlin sowie global auswirken, soll mittels raumgreifender Installationen und Inszenierungen veranschaulicht werden. Die unterschiedlichen Perspektiven sind dabei nicht durch die Chronologie bestimmt, sondern durch Themenräume wie Freiraum, Grenzen, Vergnügen, Mode, Krieg, Verflechtung und Revolution. Ausgehend von aktuellen Fragen, Entwicklungen und Problemlagen greift die Ausstellung ausgewählte Themen auf und zeigt die Stadt als Teil einer historisch und gegenwärtig vielfältig vernetzten Welt. Bereits im Juni ist mit der alten Tür des Tresor Clubs, die ursprünglich den 1926 erbauten Tresorraum des ehemaligen Wertheim-Kaufhauses in unmittelbarer Nachbarschaft zum Leipziger Platz sicherte, das erste Exponat in der Ausstellung angekommen. Der 1991 eröffnete Club hatte nicht nur internationalen Einfluss auf die elektronische Musikszene, sondern steht auch sinnbildlich für das neue Berlin nach der Wende.

Berlin Global
© Privatbesitz Dimitri Hegemann / Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: David von Becker

Mit 360° Weltdenken ist nun quasi der erste Raum der Ausstellung offiziell eröffnet worden. Bei 360° Weltdenken handelt es sich um einen virtuellen Rundgang, bei dem das 375-qm-Wandbild Weltdenken von dem New Yorker Künstlerduo How and Nosm erkundet werden kann. Das Bild setzt sich mit historischen Einzelepisoden auseinander, die Berlin mit der Welt verbinden. So werden kritische Themen wie Deutscher Kolonialismus, Raubkunst und Umweltverschmutzung aufgegriffen und bekannte Gesichter wie die der Gebrüder Humboldt, des Kurfürsten Friedrich Wilhelm oder auch Christoph Kolumbus gezeigt. Ab dem 16. Januar 2021 öffnet Berlin Global dann auch ganz analog die Türen.

Berlin Global
© How&Nosm/Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin Foto: Alexander Schippel
Berlin Global
© Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Alexander Schippel
Berlin Global
© Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Alexander Schippel
Berlin Global
© Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Alexander Schippel
Berlin Global
© Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Stephan Kliotz
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404.zero

404.zero

Im letzten Monat hat das FACT Magazine eine Reihe an audiovisuellen Arbeiten des russischen Künstlerduos 404.zero gezeigt. 404.zero, gegründet 2016 von Kristina Karpysheva und Alexander Letsius, kreieren mittels Licht, Klang und Raum großformatige immersive Installationen, die international Anklang finden. An dieser Stelle das letzte Video aus der Fact Residency Reihe, bei dem es sich noch um ein CGI Rendering von dem Projekt 4.32 handelt, welches in Zukunft realisiert werden soll.

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The Mantis Project

The Mantis Project

Bei The Mantis – zu Deutsch: Gottesanbeterin – handelt es sich um eine zwei Tonnen schwere monumentale Klangskulptur des Künstlers und Sonic Warfare-Forschers Nik Nowak. Inspiriert wurde Nowaks Arbeit von dem sogenannten „Berliner Lautsprecherkrieg“, der sich von 1961 bis 1965 an der innerdeutschen Grenze zutrug und davon geprägt war, dass sich Ost und West mittels übertrumpfenden Lautsprecheranlagen gegenseitig beschallten. Doch nicht nur in Berlin wurde Sound als Waffe eingesetzt. Nowaks Werke beschäftigen sich mit dem Phänomen der akustischen Kriegsführung und wie Klänge als Methode im Krieg fungieren können. Eine Kurzdokumentation des Filmemachers Hiroo Tanaka gibt nun einen kurzweiligen Einblick in Nowaks Schaffen.

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tamtam – eleven songs

tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März

Sam Auinger und Hannes Strobl bilden zusammen das Künstlerduo tamtam, unter dessen Pseudonym sie in der imposanten Architektur des Berghains die Klanginstallation eleven songs kreiert haben. Eigens konzipiert für das postindustrielle Raumensemble des ehemaligen Heizkraftwerks, transformieren Auinger und Strobl die massiven Betonhallen in einen einzigartigen Resonanzraum, der die Besucherinnen und Besucher in wechselnde Klangwelten abtauchen lässt. Die Komposition dauert 50 Minuten und besteht aus elf Abschnitten, die die jeweiligen Charaktere des Raums miteinbeziehen. Die Installation kann noch bis zum zweiten August besucht werden.

tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März
tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März
tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März
tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März
tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März
tamtam – eleven songs
Bild: © Roman März

Das Magazin Kunstleben Berlin hat mit den beiden Künstlern gesprochen und zeigt einige Impressionen der Klanginstallation.

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Robert Seidel & Nikolai von Sallwitz – MUE

Robert Seidel & Nikolai von Sallwitz – MUE

Im Rahmen des Video Mapping Festivals 2018 in Lille hat Robert Seidels Installation MUE ihr Debüt gefeiert. Mittels analogen sowie digitalen Techniken erschuf Seidel im Palais Des Beaux-Arts de Lille eine großflächige audiovisuelle Lichtinstallation, die sich im Belle Époque Stil gehaltenen Atrium in ein sich bewegendes Gemälde transformierte. Der Klangkünstler Nikolai von Sallwitz hat hierfür die passenden Soundscapes erschaffen, die fabelhaft mit Seidels Bildern harmonieren. Eine Kurzdokumentation des FACT Magazines zeigt einige Impressionen der Installation. 

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