Save Our Spaces

Save Our Spaces

Bereits Ende letzten Jahres machte die Griessmuehle mit der Kampagne Save Our Spaces und einem dazu veröffentlichten Video auf die missliche Lage des bedeutenden Kulturstandorts in Neukölln aufmerksam. Nachdem schon in den letzten Jahren im Abstand von sechs Monaten nur befristete Mietverträge abgeschlossen werden konnten, läuft der aktuelle Mietvertrag nun zum 31.01.2020 aus und der Griessmuehle in der heutigen Form droht endgültig die Schließung. Wie so oft in Berlin scheint das alleinige Ziel der Eigentümer zu sein, das Gelände möglichst profitabel weiterzuverkaufen. Da alle Versuche der Kontaktaufnahme mit dem aktuellen Eigentümer sowie eventuellen Neueigentümern bisher scheiterten, besteht momentan auch nicht die Möglichkeit, einen weiteren Verbleib zu verhandeln. Somit ist die Gefahr groß, dass mit der Griessmuehle nicht nur ein weiterer Club in Berlin die Türen schließen muss, sondern damit auch der auf dem Gelände beheimatetet Plattenladen Latitude, das Bistro CC Neukölln, das Mobile Kino sowie ein renommierter Freiraum für Kunst und Kultur vor dem endgültigen Aus stehen. Detaillierte Infos zu der Situation gibt es direkt auf der Kampagnenseite Save Our Spaces, in einem Artikel der Groove oder auch im Tagesspiegel. Wer die Griessmuehle unterstützen möchte, kann sich an einer Petition beteiligen.

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The Rise of Listening Bars

The Rise of Listening Bars

In dem Feature The Rise Of Listening Bars beschäftigt sich der Resident Advisor mit einem relativ neuen Phänomen in europäischen Großstädten. Inspiriert von japanischen Restaurants und Bars in denen Audiophile zusammenkommen, um gemeinsam musikalische Erlebnisse zu teilen, entwickelten sich in den letzten Jahren ebenso in Europa sogenannte Listening Bars. Neben einem passenden Ambiente soll insbesondere mittels des optimalen Equipments ein außergewöhnliches Hörerlebnis geboten werden. Die neuste Episode porträtiert mit Curtis und Nica zwei Listening Bars in Barcelona.

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Deutschland im Jahre 2019

Deutschland im Jahre 2019
© Ute Mahler & Werner Mahler / Ostkreuz

Kurz nach dem Mauerfall, im Frühjahr 1990, gründeten sieben Fotografinnen und Fotografen die Agentur Ostkreuz. Unter den Fotografinnen und Fotografen waren einige der bedeutendsten Zeitzeugen Ostdeutschlands, die in fabelhaften Fotografien das Leben in der DDR dokumentiert haben. Heute gilt Ostkreuz als eine der wichtigsten und bekanntesten Fotoagenturen Europas. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer reisten die 22 Fotografinnen und Fotografen, die heute der Agentur angehören, durch das wiedervereinigte Deutschland und nahmen eine persönliche Bestandsaufnahme der Bundesrepublik auf. Arte hat die Bilder dieser Reisen in 22 Episoden aufbereitet und zeigt die Fotografinnen und Fotografen, wie es im Prolog heißt, als kompromisslose Beobachter der Strukturen der deutschen Gesellschaft, die einen scharfen und ehrlichen Blick auf ihre Heimat werfen. Am 18. November findet im Babylon Mitte die Kinopremiere statt, wobei es eine Einführung und Diskussionen mit dem Regisseur Paul Ouazan sowie den anwesenden Ostkreuz Fotografinnen und Fotografen geben wird. Alle 22 Episoden stehen ebenso in der arte Mediathek zur Verfügung. An dieser Stelle der Prolog zur Einstimmung.

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Joker

Joker
Bild: Warner Bros

Auf den aktuell laufenden 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig feierte Todd Phillips Batman-Prequel Joker am Wochenende Weltpremiere und seitdem überschlagen sich die positiven Kritiken. Insbesondere scheint Joaquin Phoenix in der Rolle des Jokers vollends aufzugehen und die Qualen der Figur sowie den daraus resultierenden Wahnsinn in all seiner Intensität brillant zu verkörpern. Die Metaebene des Films verhandelt mit sozialen Spannungen, Armut, Volkszorn und der Verflechtung von Medien, Konzernen und Politik zeitgenössische Themen, die nicht allein auf der Leinwand gesellschaftliche Sprengkraft bergen. Ab dem zehnten Oktober ist der Film in den deutschen Kinos zu sehen. Der finale Trailer vermittelt eine erste Idee.

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Berlin Atonal 2019

Berlin Atonal 2019

Ab dem morgigen Mittwoch können für die nächsten fünf Tage im Rahmen des Berlin Atonal Festivals 2019 abermals zahlreiche Klang- und Kunstprojekte im Kraftwerk Berlin und weiteren Spielstätten beäugt werden. Da das Atonal noch nie für weichgespülten Sound und triviale Performances bekannt war, wird sich auch in den nächsten Tagen die musikalische Avantgarde in Berlin tummeln und zu mannigfaltigen Installationen progressive Klangwelten erzeugen. Einen Überblick über das umfangreiche Programm zur Überwältigung der Sinne mittels Ton und Bild sowie die auftretenden Künstlerinnen und Künstler gibt es auf der Homepage. Zur Einstimmung auf die nächsten fünf Tage wurden gestern bereits einige Impressionen aus dem letzten Jahr veröffentlicht.

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Afronauts

Afronauts

Der Kurzfilm Afronauts der ghanaischen Filmemacherin Nuotama Frances Bodomo erzählt, inspiriert von wahren Begebenheiten, eine alternative Geschichte zum Rennen um den Mond. Parallel zum Wettlauf ins All zwischen den USA und der Sowjetunion trainiert in der Wüste Zambias die 17-jährige Matha Mwamba ihren ersten Raketenstart mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Der Film bezieht sich auf die, von dem Grundschullehrer Edward Makuka Nkoloso 1960 ins Leben gerufene, Zambia National Academy of Science, Space Research and Philosophy, die sich zum Ziel gesetzt hat, noch vor den USA und der Sowjetunion die ersten Menschen zum Mond zu schicken. Mit Afronauts schafft Nuotama Frances Bodomo neue Perspektiven auf den wissenschaftlichen Zeitgeist und dem Zugang zu diesem sowie den Spannungen zwischen Mythos und Moderne.

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Adrian Naranjo – Naiguatá Oculta

Adrian Naranjo – Naiguata Oculta

Alljährlich findet zu Fronleichnam im venezolanischen Küstenort Naiguatá der Tanz der Teufel statt. Zu Trommelklängen tanzen die als Teufel verkleideten Bewohnerinnen und Bewohner durch die Straßen und zelebrieren die christliche Theologie der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi sowie die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Das Fest endet vor der örtlichen Kirche, wo die Teufel im Rahmen der Eucharistiefeier Brot und Wein entgegennehmen und symbolhaft den Triumph des Guten über das Böse feiern. Der in Caracas lebende Fotograf Adrian Naranjo hat sich das Fest angeschaut und einige der aufgenommenen Bilder in der Serie Naiguatá Oculta veröffentlicht.

Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta
Adrian Naranjo – Naiguata Oculta

(Bilder: Adrian NaranjoCC BY-NC-ND 4.0)

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