Global Dancefloor

Global Dancefloor

Im Rahmen der Global Dancefloor Serie besucht Mixmag weltweit Protagonisten der elektronischen Musik und gibt kurze Einblicke in lokale Clubszenen. Nicht selten geht der Blick dabei über das Nachtleben hinaus, so dass weitere kulturelle sowie gesellschaftliche Aspekte angesprochen werden. Wenngleich die flüchtigen Episoden nur kurze Ausschnitte der jeweiligen Szenen zeigen, sind es doch spannende Impressionen, die zur weiteren Recherche einladen. Von Kenias NuNairobi Movement über Südafrikas House und Angolas Kuduro Szene bis hin zu Phänomen der Clubkultur in Indien, Thailand, Beirut und Manchester gibt es einiges zu entdecken. Insgesamt kommen zwanzig Künstler in neun Ländern zu Wort. Einen ersten Vorgeschmack liefert der Trailer zur Serie.

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The Outer Limits – Star People

The Outer Limits – Star People
Project Apollo Archive, AS09-20-3053, Apollo 9 Hasselblad Image from Film Magazine 20/E – Earth orbit; EVA

Die dritte Episode von Jeff Mills Outer Limits ist online. In Star People diskutieren Jeff Mills und der dänische Künstler Olafur Eliasson über die Bedeutung der Sonne. Dabei entwickeln sie das Gedankenexperiment von zwei Sternen in unserem Planetensystem und die daraus resultierenden Konsequenzen. Was wäre, wenn die Erde zwei Sonnen umkreisen würde? Eingebettet sind die Wortbeiträge ein weiteres Mal in einer futuristischen Klanglandschaft aus Electronic, Neo-Klassik und tiefen Soundscapes. Neben Jeff Mills selbst ist die norwegische Violinistin Mari Samuelsen für die musikalische Begleitung verantwortlich. Auch die dritte Episode kann direkt bei NTS Radio gestreamt werden: Jeff Mills: The Outer Limits – Star People

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Detroit – Berlin: One Circle

Detroit – Berlin: One Circle
Verlassene Häuser in Detroit (Bild: Laurence Messier-Moreau • CC BY-NC-ND 4.0)

Vom 30. Mai bis zum 2. Juni findet im HAU das Festival Detroit – Berlin: One Circle statt. Im Rahmen unterschiedlichster Veranstaltungen soll während der vier Tage der intensiven Beziehung der beiden Städte auf den Grund gegangen werden. „Immer wieder abgeschrieben und gleichzeitig symbolisch überfrachtet“, wie es im Einführungstext zum Festival heißt, assoziieren Detroit und Berlin spontan Bilder brach liegender Zivilisationsruinen. Doch es waren eben jene Ruinen, die zu dem Soundtrack der beiden Großstädte inspirierten. Entwickelte sich Detroit zu Begin des 20. Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Industriestädte der Welt, setze schnell nach dem zweiten Weltkrieg Ernüchterung ein. Eine rasant voranschreitende Deindustrialisierung, gepaart mit grassierender Arbeitslosigkeit und schwerwiegenden „Race Riots“ in Folge rassistisch motivierter Polizeigewalt führten zu einem beispiellosen Niedergang der einstigen Metropole. Innerhalb von einem halben Jahrhundert verlor Detroit fast eine Million Menschen und damit die Hälfte seiner Bevölkerung. Weite Teile der Innenstadt sind verwaist, ganze Straßenzüge verlassen. In die leerstehenden Gebäude sickerte Wasser ein, der Frost sprengte Risse in Wände und Säulen, Fenster zerbrachen. Aus dieser Konstellation heraus resultierte in den 1980er-Jahren das Motiv für einen neuen Musikstil. Techno reflektiere die dystopische Stimmung der Stadt und schaffte zugleich einen progressiven Gegenentwurf. Die Kicks und Bässe aus den Ruinen Detroits schwappten alsbald in die Ruinen Berlins. Nach dem Fall der Mauer bot die Stadt reichlich urbane Freiräume, die von neuen Clubs wie Bunker oder Tresor besetzt wurden. Diese historische sowie mehrdimensionale Verbundenheit zwischen Detroit und Berlin soll im Fokus des Festivals stehen.

Detroit – Berlin: One Circle

Diskussionen, Filme, Installationen, Performances und Musik schaffen den Rahmen für die Auseinandersetzung mit kulturellen, künstlerischeren und städtepolitischen Phänomenen. Geplant sind eine Clubnacht im Tresor, ein Model 500 Konzert, ein Gespräch mit Mike Banks, Mark Ernestus und Dimitri Hegemann und zahlreiche weitere Veranstaltungen. In der Broschüre zum Festival findet sich das gesamte Programm sowie weitere Informationen. Zur Einstimmung gibt’s an dieser Stelle schonmal ein DJ Set der Detroiter Techno-Legende Juan Atkins.

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Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Als Jakub Rybicki die Möglichkeit angeboten wurde, für eine Reportage nach Afghanistan zu reisen, zögerte er zunächst. In Anbetracht der unsicheren Lage des Landes, eine ziemlich verständliche Reaktion. Wie es der Zufall jedoch so wollte, blätterte der Fotograf nur kurze Zeit später in einem National Geographic Magazin aus den frühen 70er Jahren, in dem er einen Artikel über genau jenen Ort fand, zu dem auch er reisen sollte. Der Entschluss war nun schnell gefasst, die Reise doch anzutreten. Das Ziel war der Wachankorridor, ein schmaler Landstrich zwischen den Bergen des Pamir und den Gebirgszügen des Hindukusch und des Karakorum im Nordosten Afghanistans. Bewohnbar ist das Gebiet praktisch nur im Tal des Flusses Wachandarja. Es handelt sich um eines der entlegensten Gebiete Afghanistans mit einer Bevölkerung von etwa 10.000 Wakhi und einigen tausend nomadischen Kirgisen. Durch jene Täler des Pamir und des Wachandarja verlief einst die alte Seidenstraße. Und wenngleich auch Marco Polo die Gegend 1274 auf seiner Reise zum Hofe des Kublai Khan durchquerte und ihm weitere Europäer folgten, war nur wenig über den Wachankorridor im Westen bekannt. Erst in den 1960er und 1970er Jahren folgten eine Reihe von Forschungsexpeditionen, um geographische sowie anthropologische Erkenntnisse zu gewinnen. Jakub Rybicki schenkt uns nun mit seiner Fotoserie People of Afghanistan eindrucksvolle Impressionen aus dem Leben der Menschen im Wachankorridor.

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

Jakub Rybicki – People of Afghanistan

(Bilder: Jakub RybickiCC BY-NC-ND 4.0)

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Night Fever – Design und Clubkultur

Night Fever – Design und Clubkultur
Walter Van Beirendonck, Modenschau der Kollektion Wild & Lethal Trash (W.&L.T.) für Mustang Jeans, Herbst / Winter 1995/96 Foto: Dan Lecca / Mit freundlicher Genehmigung von Mustang Jeans.

Clubs haben eine eigene Magie. Nicht selten sind sie die Epizentren künstlerischer und gesellschaftlicher Entwicklungen und schaffen Freiräume, in denen gesellschaftliche Normen in Frage gestellt werden, unterschiedlichste Menschen zusammenkommen und Neues entstehen kann. In Anbetracht der Bedeutung des Nachtlebens für Jean-Michel Basquiat, widmete erst kürzlich die Schirn Kunsthalle in Frankfurt dem Künstler einen eignen Soundtrack. Das Vitra Design Museum untersucht nun in einer Ausstellung die Einflüsse von Clubkultur auf Design, Architektur und Mode. Beginnend mit Nachtclubs der 1960er Jahre, wie etwa dem in New York ansässigen Electric Circus oder dem Space Electronic in Florenz, zeigt die Ausstellung den subkulturellen Freigeist, der weit über die Clubkultur hinaus seine Schaffenskraft entfaltete. Parallel zur Disco-Bewegung und dem Studio 54 bildete sich in den 70er und frühen 80er Jahren im Mudd Club eine Gegenkultur, die aufstrebenden Künstlern wie Keith Haring oder dem bereits erwähnten Jean-Michel Basquiat neue Möglichkeiten boten. Später schwappen House und Techno von Clubs aus Chicago und Detroit nach Europa und bilden einen weiteren Mosaikstein für die Berliner Clubszene der frühen 90er Jahre. Nach dem Fall der Mauer bot die Stadt reichlich urbane Freiräume, in denen Clubs wie Ufo, Bunker oder Tresor ihren Platz fanden und die Stadt bis heute nachhaltig geprägt haben. Die Ausstellung bietet den Besuchern eine historische Reise durch die Clubkultur und versucht die daraus hervorgehende Kreativität und Faszination zu fassen. Night Fever – Design und Clubkultur kann noch bis zum 9. September 2018 im Vitra Design Museum besucht werden.

Night Fever – Design und Clubkultur
Club Space Electronic, Florenz, 1971. Gestaltung: Gruppo 9999. Foto: Carlo Caldini, © Gruppo 9999
Night Fever – Design und Clubkultur
Palladium, New York, 1985. Architekt: Arata Isozaki, Wandbild von Keith Haring. © Timothy Hursley, Garvey|Simon Gallery New York
Night Fever – Design und Clubkultur
Gäste im Studio 54, New York, 1979. © Bill Bernstein, David Hill Gallery, London
Night Fever – Design und Clubkultur
Hasse Persson, Calvin Klein Party, 1978. © Hasse Persson
Night Fever – Design und Clubkultur
Bill Bernstein, Tanzfläche im Xenon, New York, 1979. © Bill Bernstein / David Hill Gallery, London
Night Fever – Design und Clubkultur
DJ Larry Levan in der Paradise Garage, New York, 1979. © Bill Bernstein, David Hill Gallery, London
Night Fever – Design und Clubkultur
Tanzfläche in der Paradise Garage, New York, 1978. © Bill Bernstein, David Hill Gallery, London
Night Fever – Design und Clubkultur
Trojan, Nichola und Leigh Bowery im Taboo, 1985. © Dave Swindells
Night Fever – Design und Clubkultur
Musa N. Nxumalo, Wake Up, Kick Ass and Repeat!, Fotografie aus der Serie 16 Shots, 2017. © Musa N. Nxumalo / Mit freundlicher Genehmigung der SMAC Gallery, Johannesburg.
Night Fever – Design und Clubkultur
Innenansicht des Tresor, Berlin, 1996/97 © Gustav Volker Heuss
Night Fever – Design und Clubkultur
Akoaki, mobile DJ-Kanzel, The Mothership, Detroit, 2014. © Anya Sirota und Jean Louis Farges, in Zusammenarbeit mit Bryce Detroit
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