Jeff Mills – The Outer Limits

Jeff Mills – The Outer Limits
Project Apollo Archive, AS09-19-2910, Apollo 9 Hasselblad Image from Film Magazine 19/A – Earth Orbit; EVA

Für Jeff Mills ist Techno nicht allein Tanzmusik. Techno, so der Detroiter Avantgardist, sei ein futuristisches Statement. Diese Überzeugung spiegelt sich wunderbar in seinem aktuellen Radioprojekt The Outer Limits wieder. Gemeinsam mit dem Radiosender NTS sowie der US-amerikanischen Raumfahrtgesellschaft NASA entwickelte Mills ein interdisziplinäres Konzept für eine Radioserie von sechs einstündigen Episoden. Die Serie basiert auf einer akustischen Komposition verschiedenster Musikstile, Soundscapes und gesprochener Texte. Eingebettet in einer Klanglandschaft aus Electronic, Klassik und Jazz erläutern Wissenschaftler Phänomene der Astrophysik und Raumfahrt. Neben bisher unveröffentlichten Tracks von Jeff Mills selbst sowie einer Auswahl seiner Lieblingstücke aus verschiedensten Genres, wird die Sendung musikalisch zudem durch weitere Gäste bereichert. So gibt es etwa in der ersten Folge, die sich mit Schwarzen Löchern auseinandersetzt, musikalische Darbietungen von der Pianistin Kathleen Supové und dem Violinisten Thomas Gould. In der zweiten Episode lässt Mills dann das Apollo-Programm wieder auferstehen. Während der geplante Mondflug im Rahmen der Apollo 18 Mission 1970 von der damaligen US-Regierung aufgrund des angespannten Haushalts abgesagt wurde, beschäftigt sich Mills mit der Frage, was wenn die Mondmission doch erfolgreich gewesen wäre. Die beiden bereits ausgestrahlten Folgen sowie alle noch kommenden könnt ihr euch hier anhören: Jeff Mills – The Outer Limits.

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Affenkünstler Oleg

Affenkünstler Oleg – CFHILL – The Beautiful Escape

Wer die Kunstbetriebssatire The Square gesehen hat, wird eine Szene besonders im Gedächtnis geblieben sein. Affenkünstler Oleg bricht im Rahmen einer Perfomance jegliche Normen und stürzt mit seiner radikalen Darbietung eine Dinnergesellschaft ins absolute Chaos. Der Affenmensch, verkörpert durch US-Schauspieler Terry Notary, ist nun für die Ausstellung The Beautiful Escape der privaten Galerie CFHILL in Stockholm zurückgekehrt.

Als Vorbild für die Figur des Affenkünstlers Oleg dient der russische Aktionskünstler Oleg Borissowitsch Kulik, dessen Auftritte nicht weniger provokant sind.

Ruben Östlunds Film The Square, in dem Affenkünstler Oleg sein Debüt gab, war 2017 mit der Goldenen Palme beim Festival in Cannes ausgezeichnet worden, holte sechs Europäische Filmpreise und war 2018 für den Oscar nominiert. Hier ein kurzer Ausschnitt aus der Affen-Performance:

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Set zum Freitag #13 – Basquiat. Boom for Real

Basquiat. Boom for Real - Soundtrack
Jean-Michel Basquiat at Area, New York, 1984, Courtesy Jennifer Goode

Das New York der 70er und frühen 80er Jahre war ein Schmelztiegel für Künstler und Freaks. Während die großen Stars mit Glitzer und Glamour zu Disco Musik dem Hedonismus im Studio 54 frönten, entwickelte sich im 1978 eröffneten Mudd Club in Lower Manhattan eine Untergrund Szene, die zu dem Sound von Punk, Post-Punk, Noise und New Wave feierte. Der Mudd Club war jedoch mehr als nur ein Nachtclub. Zahlreiche Veranstaltungen, Filmvorführungen, Ausstellungen und Performances ließen den Club schnell zu einer Institution werden, die die Party- und Kunstszene zusammenbrachte. Mittendrin Jean-Michel Basquiat, der im Club nicht nur feierte, sondern auch selbst auflegte oder mit seiner Band Gray live spielte. Die Musik sowie die Clubszene waren für den aufstrebenden Künstler zentrale Quellen der Inspiration. Konsequenterweise widmet die Schirn Kunsthalle in Frankfurt der aktuell laufenden Basquiat Ausstellung einen eigenen Soundtrack, der auf wunderbare Weise die Atmosphäre des New Yorker Undergrounds der 70er und frühen 80er Jahre einfängt.

An dieser Stelle sei auch noch einmal auf die sehenswerte Dokumentation Basquiat – Popstar der Kunstwelt hingewiesen, die noch bis 26.03.2018 in der arte Mediathek zur Verfügung steht.

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Trettmann – Billie Holiday

Mit Billie Holiday veröffentlicht Trettmann das zweite Video aus seinem wunderbaren Album #DIY. Gemeinsam mit seinem Team von KitschKrieg zog Trettman durch Jamaica und kam mit monochromen Impressionen zurück. Und als Aperitif gibt es im Abspann schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf zukünftigen Sound. Wie immer auf den Punkt.

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Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Unter dem Titel Aspects Beyond the Confined Existence zeigt der in Budapest geborene Fotograf Fülöp Schmal eine rätselhafte Bildserie. Die Inspiration für die Fotografien stammt von dem japanischen Konzeptkünstler Hiroshi Sugimoto. In Sugimotos Serie Theaters werden amerikanische Kinosäle und Freilichtkinos fotografisch festgehalten. Die Belichtungszeit der Fotografien entspricht dabei der Dauer der vorgeführten Kinofilme. Sugimoto zeigt somit den gesamten Film in einer Aufnahme. Das Resultat der Komprimierung der Einzelbilder eines Films zu einer Fotografie ist eine hell erleuchtetet Kinoleinwand, die eine neue Perspektive eröffnet. Ein ähnlich kluges Spiel mit der Wahrnehmung von Raum und Zeit schafft Fülöp Schmal mit Aspects Beyond the Confined Existence.

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

Fülöp Schmal – Aspects Beyond the Confined Existence

(Bilder: Fülöp SchmalCC BY-NC-ND 4.0)

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